da

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Dieser Eintrag war in der 15. Woche
des Jahres 2017 das Wort der Woche.

da (Deutsch)

Adverb

Anmerkung zum Gebrauch in Österreich:

In Österreich ist das Wort gleichbedeutend mit hier, wobei der Gegensatz da – dort genau beachtet wird: da bezeichnet etwas sich in der Nähe des Sprechers Befindendes, dort etwas Entferntes.[1] [= Bedeutung 2] In Deutschland übliches da in der Bedeutung ‚dort‘ widerspricht österreichischem Sprachgefühl.[1] [= Bedeutung 1] In dem Satz Ich fahre dieses Jahr nicht nach Berlin, ich war gerade im Vorjahr da! müsste es österreichisch dort heißen.[1]

Worttrennung:

da

Aussprache:

IPA: [daː]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild da (Info), Lautsprecherbild da (Info), Lautsprecherbild da (Österreich) (Info)
Reime: -aː

Bedeutungen:

[1] an dieser (etwas entfernten) Stelle, an jenem (etwas entfernten) Ort
[2] an dieser Stelle, an diesem Ort (an der/dem sich der Sprecher/die Sprecherin befindet oder auf den dieser/diese hindeutet)
[3] zu diesem Zeitpunkt, in diesem Moment
[4] unter dieser Bedingung, unter diesen Umständen
[5] in dieser Hinsicht
[6] ein Gespräch eröffnend, eine Schilderung einleitend

Herkunft:

Es handelt sich um zwei seit dem 8. Jahrhundert[2][3] bezeugte Erbwörter aus dem Althochdeutschen, die im Spätmittelhochdeutschen zusammenfielen[3].
Die ersten beiden[2][3] Bedeutungen gehen auf ein Wort zurück, dessen althochdeutsche Formen   goh[2], dār  goh[2] und thār  goh[3] lauteten (vergleiche altsächsisch thā̌r  osx[2][3], altenglisch þǣr  ang[2][3]), die im Mittelhochdeutschen   gmh[2][3] und dār  gmh[2][3] (vergleiche altfriesisch thē̌r  ofs[2], mittelniederdeutsch dār  gml[3], mittelniederländisch daer  dum[3] und dare  dum[3]) ergaben. All diese Formen gehen zurück auf (nicht belegtes, aber rekonstruiertes) westgermanisches *þǣr.[2] Im Gegensatz dazu entstammen gotisches 𐌸𐌰𐍂 (þar)  got und altnordisches þar  non einer kurzvokalischen westgermanischen Form *þar[2] (vergleiche schwedisch där  sv[3]). Beide westgermanische Formen sind eine Lokativ-Bildung auf -r zu dem (erschlossenen) indoeuropäischen demonstrativen Pronominalstamm *to- mit verschiedenen Ablautformen oder verschiedenen Vokalentwicklungen unter Sonderbedingungen wie dem Satztiefton[2] (vergleiche altindisch  (tárhi)  sadamals[3]). Das auslautende -r schwindet in solchen unbetonten Wörtern seit dem Mittelhochdeutschen[2] (wenngleich allerdings im 15. bis 18. Jahrhundert eine vorübergehende Neubelebung von dar eintritt), sodass es vom Spätmittelhochdeutschen an zu einem formalen Zusammenfall mit dem nachfolgend unten behandelten zweiten Erbwort kommt[3]. In Zusammenrückungen[2], etwa bei zusammengesetzten Pronominaladverbien, vor vokalischem Anlaut[3] (wie »daran«[2][3], »darauf«[2][3], »darüber«[3]; hier aber schon im Althochdeutschen Vermischung mit den entsprechenden Bildungen von althochdeutsch thara  gohdorthin‘, siehe »dar-«[3]) hat sich das auslautende -r gehalten[2][3] und gilt dort als „Hiattrenner[2]. Seit Beginn seiner Bezeugung im Deutschen wird das aus jenen Formen hervorgegange da auch als Konjunktion verwendet.[3] Es leitet bis ins 18. Jahrhundert konditionale, konzessive und adversative Gliedsätze ein, in den älteren Sprachstufen außerdem Temporalsätze, doch geht diese Funktion im Neuhochdeutschen an das nachfolgend behandelte zweite Erbwort über.[3]
Das zweite Erbwort, auf das die dritte[2][3] und fünfte[2] Bedeutung zurückgehen, reicht ebenfalls bis in althochdeutsche Zeit[2][3], für die die Form   goh[2] bezeugt ist (vergleiche altsächsisch thō  osx[2][3], altenglisch þā  ang[2][3]). Seine mittelhochdeutsche Form lautete unverändert   gmh[2][3] (vergleiche altfriesisch thā  ofs[3], mittelniederdeutsch   gml[3] und mittelniederländisch doe  dum[3]). Diese für das Westgermanische[3] bezeugte Bildung ist entweder eine langvokalische (wohl instrumentale) Adverbialbildung[2] (anders gotisches 𐌸𐌰𐌽 (þan)  gotdann‘ sowie altnordisches þā  non ‚da, damals‘ aus (erschlossenem) westgermanischen *þan, siehe »dann«[3]), die sich wie das erste Erbwort an den (erschlossenen) indoeuropäischen demonstrativen Pronominalstamm *to- anschließt[3][2], oder eine Form, die ursprünglich wohl von dem Akkusativ Singular Femininum des Demonstrativpronomens[3][2] (Artikels) ausgeht[2] (vergleiche gotisches 𐌸𐍉 (þō)  got, altindisches  (tā́m)  sa, indoeuropäisches *tām[3]), neben dem vielleicht ein feminines Substantiv mit der Bedeutung ‚Zeit‘ weggefallen ist[3][2]. Die Lautform würde bei dieser Annahme zwar dem gotischen Pronomen 𐌸𐍉 (þo)  got, nicht aber dem althochdeutsch-altsächsischen entsprechen; diese unregelmäßige Lautentwicklung müsste durch einen Anschluss an das erste oben behandelte Erbwort erklärt werden.[2] Seit dem 14. Jahrhundert erscheint mittelhochdeutsches   gmh auch in der (Mitte des 16. Jahrhunderts allgemein geltenden) Form da.[3] Die nun lautlich gleichen, ohnehin durch inhaltliche Gemeinsamkeiten (die Darstellung von Zeitverhältnissen basiert oft auf räumlichen Vorstellungen) verbundenen Adverbien ¹da und ²da werden nicht mehr klar geschieden.[3] Als Konjunktion hat das hier auf das zweite Erbwort zurückgehende ²da zunächst temporalen Sinn (so schon althochdeutsch, jedoch nach Ende des 18. Jahrhunderts nur noch in gehobener Ausdrucksweise); in Konkurrenz zu »weil« setzt Mitte des 17. Jahrhunderts kausaler Gebrauch ein.[3][2]

Sinnverwandte Wörter:

[1] dort, ebenda, ebendort
[1] gehoben: dortzulande; veraltend: daselbst
[1] veraltend: allda, dortselbst
[1] veraltet: ebendortselbst
[1] österreichisch; sonst veraltet: dorten
[2] hier
[3] dahin, dann; jetzt, nun
[5] diesbezüglich

Beispiele:

[1] Das Buch liegt da.
[1] Ist das Heft nicht in der Küche? Ich hatte es da gesehen.
[1] Da, wo die Bäume wachsen.
[1] Wir sollen da hinauf laufen?
[1] attributiv, einem Pronomen nachgestellt; stets unbetont: He, Sie da, Sie haben etwas verloren.
[1] attributiv, einem Nomen nachgestellt; stets unbetont: Die Bluse da gefällt mir besser.
[2] Kuckuck, da bin ich!
[2] Da wären wir.
[2] Da hast du’s!
[2] Ist da jemand?
[2] Halt, wer da?
[2] Da, nimm es und geh!
[2] Österreich: „Wir haben gezeigt, dass wir das Fußballspielen nicht verlernt haben. Beim Klub machts im Moment halt mehr Spaß als beim Team. Dort herrscht eine Stimmung, da fühlt man sich unwohl!“[4]
[3] Da versteinerte ihr Gesicht.
[3] Da sagte er dann, er wolle versuchen zu helfen.
[3] Von da an wähnten sich alle in Sicherheit; ein Trugschluss, wie sich später bitter herausstellen sollte.
[3] Schließlich war der Augenblick da, den sie so ersehnt hatten.
[3] Wir waren miteinander beschäftigt, da kam sie herein.
[3] Der Vorhang fiel, da klatschten alle Beifall.
[4] Da kann man nichts machen.
[4] Da wollte ich nicht stören.
[4] Es ist zu dunkel, da kannst du nichts sehen.
[4] Wenn du schon rauchen musst, da rauche lieber gleich draußen.
[5] Da stimme ich Ihnen vollkommen zu.
[5] Und ihr dachtet doch wohl im Ernst nicht, dass da alles geklärt sei?
[5] „»Ringe, bitte.«
»Eheringe, der Herr?«
»Nein, Ehe nicht, das heißt, ja, Eheringe.«
»Wenn ich Ihnen da einmal etwas zeigen darf, mein Herr, wir haben gerade einige neue Muster hereinbekommen, oder dachten Sie an die traditionelle Form, rund und glatt?«“[5]
[6] Da kommt doch plötzlich diese irre Frau auf unser Kind zugestürmt und fängt an, wüst zu pöbeln!

Redewendungen:

[1] da und da
[1] da und dort
[1] hier und da/hie und da
[1] umgangssprachlich: da möchte ich nicht begraben sein
[2] da ist guter Rat teuer
[2] da liegt der Hund begraben
[2] da scheiden sich die Geister
[2] umgangssprachlich: da spielt sich nichts ab
[2] süddeutsch, österreichisch: da schau her!
[3] umgangssprachlich: da brat mir einer einen Storch!
[3] umgangssprachlich: da ist der Bär los/da geht der Bär ab
[3] umgangssprachlich: da ist etwas gefällig/da ist was gefällig

Sprichwörter:

[1] wo man singt, da lass dich ruhig nieder, böse Menschen haben keine Lieder

Charakteristische Wortkombinationen:

[1] da draußen, da drinnen, da drüben, da hinten, da oben, da unten, da vorn/vorne; da heraus, da herein, da herunter, da hinab, da hinauf, da hinein, da hinüber; von da aus zum Flughafen kommen
[1] Platz da!, weg da!
[3] von da ab/an

Wortbildungen:

[1] da sein
dabei, dadran, dadrauf, dadraus, dadrin, dadrinnen, dadrüber, dadrum, dadrunter, dadurch, dafür, dagegen, daher, daherab, daheran, daherauf, daheraus, daherein, daherüber, daherum, daherunter, dahin, dahinab, dahinauf, dahinaus, dahindurch, dahinein, dahingegen, dahinten, dahinter, dahinterher, dahinüber, dahinunter, damit, danach, danieder, daneben, davon, davor, dawider, dazu, dazwischen, drauf, drob, drum
vor Vokal dar-: daran, darauf, daraus, darein, darin, darinnen, darob, darüber, darum, darunter
weitere Wortbildungen mit den Präfixen „da-, dar-“ siehe dort

Übersetzungen

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[1–6] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „da
[*] Online-Wortschatz-Informationssystem Deutsch – elexiko „da
[1–5] The Free Dictionary „da
[1–4] Goethe-Wörterbuch „da
[1–6] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „da
[1–6] Duden online „da
[1–5] Großes Wörterbuch der deutschen Sprache „da“ auf wissen.de
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-Portalda
[1–6] Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Das große Wörterbuch der deutschen Sprache. In zehn Bänden. 3., völlig neu bearbeitete und erweiterte Auflage. 2. Band Bedi–Eink, Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 1999, ISBN 3-411-04753-4, DNB 96540790X, Stichwort »¹da«, Seite 736.
[1–6] Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Deutsches Universalwörterbuch. 6. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2007, ISBN 978-3-411-05506-7, Stichwort »¹da«, Seite 367–368.
[1–6] Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Deutsches Universalwörterbuch. 7. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2011, ISBN 978-3-411-05507-4 (CD-ROM-Ausgabe), Stichwort »¹da«.

Quellen:

  1. Jakob Ebner: Duden Taschenbücher, Wie sagt man in Österreich? Wörterbuch des österreichischen Deutsch. 3., vollständig überarbeitete Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 1998, ISBN 3-411-04983-9, Stichwort »da«, Seite 77.
  2. Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2001, ISBN 978-3-11-017473-1, DNB 965096742, Stichwort »da¹« und »da²«, Seite 176.
  3. Wolfgang Pfeifer: Etymologisches Wörterbuch des Deutschen, digitalisierte und aufbereitete Ausgabe basierend auf der 2., im Akademie-Verlag 1993 erschienenen Auflage. Stichwort „da
  4. Die Presse. 6. Mai 1991. Zitiert nach Jakob Ebner: Duden Taschenbücher, Wie sagt man in Österreich? Wörterbuch des österreichischen Deutsch. 3., vollständig überarbeitete Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 1998, ISBN 3-411-04983-9, Stichwort »da«, Seite 77 f.
  5. Hermann Kant: Das Impressum. Roman. Luchterhand, Neuwied/Berlin 1972, Seite 222 (Zitiert nach Google Books).
  6. Maria Besse: Britter Wörterbuch. Moselfränkischer Dialekt am „Tor zum Hochwald“, Britten — Gemeinde Losheim am See (Saarland). Verein für Heimatkunde in der Gemeinde Losheim am See e. V., Losheim am See 2004, ISBN 3-00-014131-6, Stichwort »da«, Seite 83.
  7. Cléo Vilson Altenhofen: Hunsrückisch in Rio Grande do Sul. Ein Beitrag zur Beschreibung einer deutschbrasilianischen Dialektvarietät im Kontakt mit dem Portugiesischen. Steiner, Stuttgart 1996, ISBN 3-515-06776-0, DNB 946457603, Seite 137.
  8. Nach Ernst Christmann (Begründer), fortgeführt von Julius Krämer, bearbeitet von Rudolf Post; unter Mitarbeit von Josef Schwing und Sigrid Bingenheimer: Pfälzisches Wörterbuch. 6 Bände und ein Beiheft. Stuttgart 1965–1998, Stichwort „da¹“.
    Die Transkription nach Teuthonista wurde an die in diesem Projekt übliche des IPA angeglichen.
  9. Heinrich P. Kelz: Phonologische Analyse des Pennsylvaniadeutschen. Buske, Hamburg 1971, ISBN 978-3-87118-065-1, DNB 457180927, Seite 99.
  10. Cléo Vilson Altenhofen: Hunsrückisch in Rio Grande do Sul. Ein Beitrag zur Beschreibung einer deutschbrasilianischen Dialektvarietät im Kontakt mit dem Portugiesischen. Steiner, Stuttgart 1996, ISBN 3-515-06776-0, DNB 946457603, Seite 137.
  11. Heinrich P. Kelz: Phonologische Analyse des Pennsylvaniadeutschen. Buske, Hamburg 1971, ISBN 978-3-87118-065-1, DNB 457180927, Seite 99.
  12. Cléo Vilson Altenhofen: Hunsrückisch in Rio Grande do Sul. Ein Beitrag zur Beschreibung einer deutschbrasilianischen Dialektvarietät im Kontakt mit dem Portugiesischen. Steiner, Stuttgart 1996, ISBN 3-515-06776-0, DNB 946457603, Seite 137.
  13. Heinrich P. Kelz: Phonologische Analyse des Pennsylvaniadeutschen. Buske, Hamburg 1971, ISBN 978-3-87118-065-1, DNB 457180927, Seite 99.
  14. Cléo Vilson Altenhofen: Hunsrückisch in Rio Grande do Sul. Ein Beitrag zur Beschreibung einer deutschbrasilianischen Dialektvarietät im Kontakt mit dem Portugiesischen. Steiner, Stuttgart 1996, ISBN 3-515-06776-0, DNB 946457603, Seite 137.
  15. Heinrich P. Kelz: Phonologische Analyse des Pennsylvaniadeutschen. Buske, Hamburg 1971, ISBN 978-3-87118-065-1, DNB 457180927, Seite 99.
  16. Cléo Vilson Altenhofen: Hunsrückisch in Rio Grande do Sul. Ein Beitrag zur Beschreibung einer deutschbrasilianischen Dialektvarietät im Kontakt mit dem Portugiesischen. Steiner, Stuttgart 1996, ISBN 3-515-06776-0, DNB 946457603, Seite 137.
  17. Heinrich P. Kelz: Phonologische Analyse des Pennsylvaniadeutschen. Buske, Hamburg 1971, ISBN 978-3-87118-065-1, DNB 457180927, Seite 99.
  18. Cléo Vilson Altenhofen: Hunsrückisch in Rio Grande do Sul. Ein Beitrag zur Beschreibung einer deutschbrasilianischen Dialektvarietät im Kontakt mit dem Portugiesischen. Steiner, Stuttgart 1996, ISBN 3-515-06776-0, DNB 946457603, Seite 137.
  19. Heinrich P. Kelz: Phonologische Analyse des Pennsylvaniadeutschen. Buske, Hamburg 1971, ISBN 978-3-87118-065-1, DNB 457180927, Seite 99.

Subjunktion

Worttrennung:

da

Aussprache:

IPA: [daː]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild da (Info), Lautsprecherbild da (Info), Lautsprecherbild da (Österreich) (Info)
Reime: -aː

Bedeutungen:

[1] leitet begründende oder erläuternde Gliedsätze ein, auf denen kein besonderer Nachdruck liegt
[2] gehoben veraltende Bedeutung: als
[3] leitet einen begründenden Gliedsatz ein
[4] gehoben: leitet einen Relativsatz ein
[5] veraltete Bedeutung: leitet einen konzessiven, adversativen Gliedsatz ein

Herkunft:

siehe oberen Abschnitt

Sinnverwandte Wörter:

[1] weil, zumal
[1] veraltend: dieweil
[2] als
[3] wo
[3] landschaftlich: nachdem
[5] derweil, obwohl, während, wohingegen

Beispiele:

[1] Er ist verpflichtet Stillschweigen zu bewahren, da er Geheimnisträger ist.
[1] Da es nicht geht, würde ich mich über Ratschläge freuen.
[1] „Die Literatur bleibt, wie je, eine Macht; und da die Macht sich allgemein faßlich in Geld ausdrückt, so fällt ihr Geld zu.“[1]
[1] „Entschuldige schon, aber wie erbärmlich sind all diese selbstbetrügerischen Machenschaften; und da Du schon die Selbstironie zur Hilfe herangezogen hast, so gestatte mir, daß ich Dir den Rat gebe: Lache Dich einmal vor dem Spiegel gründlich über Dich selbst aus, bis Dich das Lachen schüttelt und Du Deine ganze Angst und Feigheit von Dir abgeschüttelt hast.“[2]
[1] „Auch der Name des Verfassers spielte keine Rolle, zumal da alles Geschriebene allmählich in den Zustand der Anonymität gelangte und es ausschließlich auf den Gehalt des Werks ankam, nicht aber darauf, wer es hervorgebracht hatte oder wem es zugeschrieben wurde.“[3]
[1] „Ich gebe meine Erinnerungen mit aller Vorsicht wieder, da ich mich auf manche Einzelheit nicht mehr besinnen kann, und bemerke zunächst, daß die Gespräche, mit einer einzigen Ausnahme, ausschließlich in meinem Atelier stattfanden.“[4]
[2] Zu dem Zeitpunkt, da ich ihn hätte erreichen können, hatte ich vergessen, mich zu melden.
[2] „Und zugleich war es das Jahr, da der Schachklub Rinkolach Meister des Jaunfelds wurde, […].“[5]
[3] Jetzt, da es beschlossen wurde, kommt euer Einwand zu spät.
[3] „Erst da auch das Gesetz-Nachspiel abgetan, wird mir die Neuheit und Fragwürdigkeit der Lage bewußt.“[6]
[3] „Jetzt nun, nachdem es soweit ist, jetzt, da von russischer Seite mehrfach und in aller Deutlichkeit gesagt wurde, daß sie alles tun werden, um die Wiedervereinigung unter westlichen Vorzeichen zu verhindern, jetzt, wo feststeht, daß die Wiedervereinigung, wenn überhaupt, nur mit Hilfe der Westmächte zu erreichen ist, werden in Moskau freundschaftliche Beteuerungen ausgetauscht, die uns im Osten nichts nützen und die den Westen verschnupfen.“[7]
[4] „Es gab Fälle, da das Bett fünfzehn, auch zwanzigmal am Tage gebaut worden war, und Schulze stand dabei und riß es zum fünfzehnten oder zwanzigsten Male wieder ein.“[8]
[5] „Aber du biſt nachgebend und er nicht! Unverſehens wird er dich wegreiſſen, wirſt ein Sklave eines Edelmanns werden, da du Herr von Fuͤrſten ſeyn koͤnnteſt.“[9]

Übersetzungen

[1–5] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „da
[*] Online-Wortschatz-Informationssystem Deutsch – elexiko „da
[1–3] Duden online „da
[1, 2] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „da
[1–5] Goethe-Wörterbuch „da
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-Portalda
[1–3] Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Das große Wörterbuch der deutschen Sprache. In zehn Bänden. 3., völlig neu bearbeitete und erweiterte Auflage. 2. Band Bedi–Eink, Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 1999, ISBN 3-411-04753-4, DNB 96540790X, Stichwort »¹da«, Seite 736.
[1–3] Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Deutsches Universalwörterbuch. 6. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2007, ISBN 978-3-411-05506-7, Stichwort »²da«, Seite 368.
[1–3] Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Deutsches Universalwörterbuch. 7. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2011, ISBN 978-3-411-05507-4 (CD-ROM-Ausgabe), Stichwort »²da«.

Quellen:

  1. Heinrich Mann: Das öffentliche Leben. Paul Zsolnay Verlag, Berlin/Wien/Leipzig 1932, Seite 130 (Zitiert nach Google Books).
  2. Johannes Robert Becher: Erziehung zur Freiheit. Gedanken und Betrachtungen. Verlag Volk und Wissen, Berlin/Leipzig 1946, Seite 38 (Zitiert nach Google Books).
  3. Hermann Kasack: Die Stadt hinter dem Strom. 16.–25. Tausend, Suhrkamp Verlag, Frankfurt [am Main] 1949, Seite 413 (Zitiert nach Google Books).
  4. Walter Jens: Der Mann, der nicht alt werden wollte. Roman. 1.–4. Tausend, Rowohlt Verlag, Hamburg 1955, Seite 180 (Zitiert nach Google Books).
  5. Peter Handke: Mein Jahr in der Niemandsbucht. Ein Märchen aus den neuen Zeiten. 1. Auflage. Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 1994, ISBN 3-518-40608-6, Seite 414 (Zitiert nach Google Books).
  6. Thomas Mann: Gesammelte Werke. Zwölfter Band: Zeit und Werk, Aufbau-Verlag, Berlin/Weimar 1955, Seite 189 (Lizenzausgabe des S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main für die DDR; zitiert nach Google Books).
    Im Originalsatz ist das Wort »Gesetz« kursiv gesetzt.
  7. Marion Gräfin Dönhoff: Das Moskauer Ja-Wort. In: DIE ZEIT. Nummer 38, 22. September 1955, ISSN 0044-2070 (DIE ZEIT Archiv-URL, abgerufen am 11. Juli 2016).
  8. Dieter Noll: Die Abenteuer des Werner Holt. Band 1: Roman einer Jugend, Aufbau-Verlag, Berlin/Weimar 1964, Seite 351 (Zitiert nach Google Books).
  9. Johann Wolfgang von Goethe: Götz von Berlichingen mit der eisernen Hand. Ein Schauspiel. 1. Auflage. [sine editio], [sine loco] 1773, Seite 81 (Zitiert nach Deutsches Textarchiv).

Abkürzung

Bedeutungen:

[1] Deka-
[2] Deziar

Beispiele:

[1]

Übersetzungen

[1, 2] Duden online „da
[1, 2] Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Das große Wörterbuch der deutschen Sprache. In zehn Bänden. 3., völlig neu bearbeitete und erweiterte Auflage. 3. Band Einl–Geld, Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 1999, ISBN 3-411-04763-1, DNB 965408124, Stichwort »²da«, Seite 736.
[1, 2] Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Deutsches Universalwörterbuch. 6. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2007, ISBN 978-3-411-05506-7, Stichwort »³da«, Seite 368.
[1, 2] Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Deutsches Universalwörterbuch. 7. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2011, ISBN 978-3-411-05507-4 (CD-ROM-Ausgabe), Stichwort »³da«.

Ähnliche Wörter (Deutsch):

ähnlich geschrieben und/oder ausgesprochen: dar

da (International)

da (Französisch)

da (Hausa)

da (Ido)

da (Interlingua)

da (Italienisch)

da (Kanuri)

dā (Latein)

da (Portugiesisch)

da (Slowenisch)

da (Spanisch)

da (Vietnamesisch)

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