TSV Havelse

Sportverein aus dem Garbsener Stadtteil Havelse in der Region Hannover Aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

TSV Havelse

Der TSV Havelse (offiziell: Turn- und Sportverein Havelse 1912 e. V.) ist ein Sportverein aus dem Garbsener Stadtteil Havelse in der Region Hannover. Der Verein entstand im Jahr 1912 und hat die Abteilungen Fußball, Tennis, Tischtennis, Ballett und Turnen. Die Vereinsfarben sind Rot und Weiß.

Schnelle Fakten Basisdaten, Erste Fußballmannschaft ...
TSV Havelse
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Basisdaten
Name Turn- und Sportverein
Havelse 1912 e. V.
Sitz Garbsen-Havelse, Niedersachsen
Gründung 5. August 1912
Farben Rot-Weiß
Präsident Daniel Wolter
Vorstand Andreas Mahner, Martina Röttger
Website tsv-havelse.de
Erste Fußballmannschaft
Cheftrainer Samir Ferchichi
Spielstätte Wilhelm-Langrehr-Stadion
Plätze 3.500
Liga Regionalliga Nord
2023/24 8. Platz
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Heim
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Auswärts
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Ausweich
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Bekannt wurde der TSV durch seine Fußballabteilung. Die erste Männermannschaft spielte in der Saison 1990/91 in der 2. Bundesliga und zwischen 2010 und 2021 in der viertklassigen Regionalliga Nord. Zur Saison 2021/22 stieg die Mannschaft in die 3. Liga auf, jedoch direkt wieder ab, sodass man seit 2022 erneut in der Regionalliga Nord an den Start ging. Darüber hinaus gewann die Mannschaft 2012 und 2020 den Niedersachsenpokal.

Heimspielstätte des TSV Havelse ist das Wilhelm-Langrehr-Stadion mit einer Kapazität von 3500 Plätzen. Die erste Frauenmannschaft spielt zwischen 2008 und 2017 in der drittklassigen Regionalliga Nord.

Geschichte

Zusammenfassung
Kontext

Gründung und frühe Jahre

Seit November 1911 trafen sich in dem damals 250 Einwohner zählenden Dorf Havelse eine Gruppe junger Männer zum Fußball spielen. Am 5. August 1912 gründeten diese den FC Pelikan Havelse. Namensgeber war jedoch nicht der gleichnamige Vogel, sondern das erste Spielgerät des Vereins, das die Mitglieder für 7,50 Mark im Hannoverschen Sporthaus Stoffregen erwarben.[1]

Während des Ersten Weltkriegs konnte der Spielbetrieb bis ins Jahr 1916 aufrechterhalten werden. Infolge der Hyperinflation in Deutschland musste der FC Pelikan 1923 aufgelöst werden. Sechs Jahre später wurde mit dem TV Havelse ein Nachfolgeverein gegründet, der 1933 wieder eine Fußballabteilung gründete. Wenige Jahre später wurde aus dem TV Havelse der TSV Havelse.[2] Bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs spielte der TSV Havelse lediglich auf Kreisebene.

Im Jahre 1947 wurde der TSV in TSG Havelse-Marienwerder umbenannt. Hintergrund der Umbenennung war der Wunsch des Vereins, weiterhin mit den leistungsstärkeren Vereinen aus Hannover zu spielen. Havelse gehörte seinerzeit zum Landkreis Neustadt am Rübenberge, dessen Fußballvereine sportlich bedeutungslos waren. Havelses Nachbarort Marienwerder gehörte hingegen zu Hannover. Ein Jahr später übernahm Heinz Göing den Vereinsvorsitz. Der Direktor des niedersächsischen Fußball-Totos modernisierte den Verein und schaffte die Grundlagen für den sportlichen Aufschwung.[1]

Die Ära der Toto-Elf (1951 bis 1975)

Weitere Informationen Saison, Liga ...
SaisonLigaLevelPlatzTorePunkte
1953/54Amateurliga 3III01.078:3538:14
1954/55AOL Niedersachsen-WestII02.085:3148:12
1955/56AOL Niedersachsen-WestII05.070:4734:22
1956/57Amateurliga 3III03.110:5052:16
1957/58Amateurliga 3III02.101:4550:18
1958/59Amateurliga 3III07.066:5231:29
1959/60Amateurliga 3III02.057:3538:18
1960/61Amateurliga 3III11.051:5626:34
1961/62Amateurliga 3III13.032:5424:36
1962/63Amateurliga 3III12.050:6926:34
1963/64Amateurliga 3IV07.060:5034:26
1964/65Bezirksliga 3V05.051:3834:26
1965/66Bezirksliga 3V14.043:6225:35
1966/67Bezirksliga 3V13.045:5323:37
1967/68Bezirksliga 3V11.044:5027:33
1968/69Bezirksliga 3V05.058:4334:26
1969/70Bezirksliga 3V05.055:5531:29
1970/71Bezirksliga 3V05.056:3833:27
1971/72Bezirksliga 3V02.053:2941:19
1972/73Bezirksliga 3V05.063:4337:23
1973/74Bezirksliga 3V08.045:4230:30
1974/75Bezirksliga 3VI06.045:3933:27
AOL = Amateuroberliga
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Im Jahr 1951 gelang den Havelsern erstmals der Aufstieg in die Bezirksliga. Bereits zwei Jahre später errang der TSV dort die Meisterschaft und schaffte nach einem 5:4-Sieg über die SpVg Laatzen den Aufstieg in die damals drittklassige Amateurliga 3. Dort sicherte sich der TSV durch einen 2:0-Sieg vor 3.000 Zuschauern gegen den TuS Seelze die Meisterschaft. Auch in der folgenden Aufstiegsrunde setzte sich die Mannschaft durch und stieg in die Amateuroberliga West auf. Darüber hinaus sorgten die Havelser durch einen 3:1-Pokalsieg über den Oberligisten Werder Bremen für Aufsehen.[1]

Die von Neidern als „Toto-Elf aus Totohausen“[1] verunglimpfte Mannschaft setzte auch in der Amateuroberliga ihren Siegeszug fort. Mit drei Punkten Rückstand auf Eintracht Nordhorn wurde der TSV Vizemeister und zog damit in die Aufstiegsrunde zur Oberliga Nord ein. Dort erreichte die Mannschaft nur drei Punkte und wurde hinter Nordhorn und Concordia Hamburg Dritter. Der einzige Sieg wurde am Grünen Tisch errungen, weil der VfB Lübeck einen nicht spielberechtigten Akteur eingesetzt hatte.[3]

Während der Saison 1955/56 wurde der TSV-Vorsitzende Göing wegen verkappten Profitums angezeigt. Wegen des Verstoßes gegen das Amateurstatut wurde der Verein zum Zwangsabstieg in die Amateurliga verurteilt. Göing verlor seinen Posten beim Niedersächsischen Toto und trat als Vereinsvorsitzender zurück.[1] Zurück in der Amateurliga kämpfte der neue Vorstand lange gegen eine hohe Schuldenlast. In den Jahren 1958 und 1960 wurden die Havelser jeweils Vizemeister hinter Sportfreunde Ricklingen bzw. Springe. Mit zwei Punkten Rückstand auf die SpVgg Wunstorf verpasste der TSV 1964 die neu geschaffene Verbandsliga Süd.

Gestützt durch die erfolgreiche Jugendarbeit hielten sich die Havelser ab 1964 in der fünftklassigen Bezirksliga 3 auf. Während 1966 nur knapp die Klasse gehalten werden konnte, erlebte der Verein in der zweiten Hälfte der 1960er Jahre einen sportlichen Aufschwung. 1972 konnte die Vizemeisterschaft gefeiert werden, wobei die Havelser zehn Punkte Rückstand auf den Meister Polizei-Sportverein Hannover aufwiesen. Dennoch litt die Fußballabteilung darunter, dass sie im Verein keine große Rolle mehr spielte. Erst als die Fußballer 1974 mit dem Austritt drohten, verbesserte sich die Situation.[1]

Der Weg in die 2. Bundesliga (1975 bis 1990)

Weitere Informationen Saison, Liga ...
SaisonLigaLevelPlatzTorePunkte
1975/76Bezirksliga 3VI01.60:3848:20
1976/77Verbandsliga SüdV05.60:3840:20
1977/78Verbandsliga SüdV02.73:3243:17
1978/79Verbandsliga SüdV02.74:3046:14
1979/80Landesliga WestV01.79:2652:8
1980/81Verbandsliga NiedersachsenIV03.65:3640:20
1981/82Oberliga NordIII10.46:4736:32
1982/83Oberliga NordIII06.64:5338:30
1983/84Oberliga NordIII04.65:5339:29
1984/85Oberliga NordIII15.44:6329:39
1985/86Oberliga NordIII16.38:5528:40
1986/87Oberliga NordIII07.60:6537:27
1987/88Oberliga NordIII09.53:5332:36
1988/89Oberliga NordIII01.68:3748:20
1989/90Oberliga NordIII02.70:3345:23
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1975 verpflichtete Abteilungsleiter Wilhelm Langrehr den ehemaligen Nationalspieler Hans Siemensmeyer als neuen Trainer. Mit einer fast ausschließlich aus Eigengewächsen bestehenden Mannschaft sicherte sich der TSV ein Jahr später die Bezirksligameisterschaft. Vorentscheidend war ein 3:0-Sieg vor 4.000 Zuschauern beim Konkurrenten TSV Burgdorf, bei dem der spätere Profi Frank Pagelsdorf zweimal traf.[1] Zwei Jahre später wurden die Havelser mit einem Punkt Rückstand auf den TuS Hessisch Oldendorf Vizemeister der Verbandsliga Süd. 1979 wurde der TSV erneut Vizemeister und gewann durch ein 3:0 gegen den TuS Hessisch Oldendorf den Bezirkspokal von Hannover.

Frank Pagelsdorf

Ein Jahr später sicherten sich die Havelser die Meisterschaft der Landesliga West und stiegen in die Verbandsliga Niedersachsen auf. Mit einem 10:3-Sieg beim VfL Germania Leer sicherte sich der TSV überraschend den dritten Platz und zog in die Aufstiegsrunde zur Oberliga Nord ein. Am letzten Spieltag schafften die Havelser durch ein 3:1 über Eutin 08 den Durchmarsch, weil Tabellenführer Urania Hamburg gleichzeitig mit 5:8 beim TuS Celle verlor.[1]

Der von den Medien als TSV Siemensmeyer bezeichnete Verein etablierte sich schnell im norddeutschen Amateuroberhaus. Schon in der Saison 1982/83 zog die Mannschaft an Arminia Hannover vorbei und wurde die sportliche Nummer zwei im Großraum Hannover. Ein Jahr später war der TSV gar die beste niedersächsische Mannschaft. Trainer Siemensmeyer legte am Saisonende sein Amt nieder. Unter seinem Nachfolger Günter Blume sorgte der TSV im DFB-Pokal für Aufsehen, als er sich gegen den Bundesligisten VfL Bochum ein 2:2 nach Verlängerung erkämpfte. Im Wiederholungsspiel siegten die Bochumer dann mit 4:0.

In der Liga kämpfte die Mannschaft gegen den Abstieg, der aufgrund einer Serie von 14 sieglosen Spielen in der Rückrunde noch vermieden werden konnte. Nach Streitigkeiten zwischen Trainer Blume und Abteilungsleiter Langrehr übernahm Volker Finke im Februar 1986 das Traineramt. Finke führte das Team aus dem Tabellenkeller, ehe ein 3:2-Sieg über den 1. SC Göttingen 05 am letzten Spieltag noch den Klassenerhalt sicherte.[1] In der Folgezeit baute Finke zahlreiche eigene Nachwuchsspieler in die Mannschaft ein.

1989 wurde der TSV Havelse Meister der Oberliga Nord und zog in die Aufstiegsrunde ein. Gegen renommierte Mannschaften wie den MSV Duisburg und Preußen Münster waren die Havelser chancenlos und belegten den letzten Platz. Ein Jahr später war die Mannschaft erfolgreicher. Als Vizemeister hinter dem VfB Oldenburg sicherte sich der TSV am vorletzten Spieltag durch einen 3:2-Sieg über den Wuppertaler SV den Aufstieg. Lars-Peter Beike erzielte vor 6.000 Zuschauern mit einem direkt verwandelten Freistoß den Siegtreffer.[1]

Niedergang nach dem Zweitligajahr (1990 bis 2005)

Weitere Informationen Saison, Liga ...
SaisonLigaLevelPlatzTorePunkte
1990/912. BundesligaII19.44:8219:57
1991/92Oberliga NordIII03.50:3039:25
1992/93Oberliga NordIII16.30:5022:38
1993/94Verbandsliga NiedersachsenIV04.81:4246:26
1994/95Oberliga Niedersachsen/HBIV03.71:2444:16
1995/96Oberliga Niedersachsen/HBIV06.69:4950
1996/97Oberliga Niedersachsen/HBIV10.49:4840
1997/98Oberliga Niedersachsen/HBIV04.50:3356
1998/99Oberliga Niedersachsen/HBIV05.48:4345
1999/00Oberliga Niedersachsen/HBIV04.59:3256
2000/01Oberliga Niedersachsen/HBIV15.52:6141
2001/02Niedersachsenliga WestV14.41:5341
2002/03Landesliga HannoverVI06.43:3648
2003/04Landesliga HannoverVI05.57:4054
2004/05Landesliga HannoverVI02.84:3466
HB = Bremen
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Der Aufstieg ins Profilager erwies sich für den Verein als zu große Hürde. Binnen weniger Wochen musste das Stadion ausgebaut werden, namhafte Spieler konnte man sich finanziell nicht leisten und die meisten Spieler gingen weiterhin ihrem Hauptberuf nach. Zudem herrschte Unruhe im Verein, da Hannover 96 sich wochenlang um Trainer Volker Finke bemühte. Zwar konnten die ersten drei Heimspiele gewonnen werden, doch auch infolge der schweren Verletzung des Spielmachers Lars-Peter Beike verblieb die Mannschaft im Tabellenkeller. Am 5. Oktober 1990 löste Finke seinen Vertrag auf und wurde durch Karl-Heinz Mrosko ersetzt. Am Saisonende standen sechs Siege, sieben Unentschieden und 25 Niederlagen zu Buche und der TSV stieg als Vorletzter ab.

Durch die Teilnahme an der 2. Bundesliga durfte der TSV Havelse in der Saison 1991/92 am DFB-Pokal teilnehmen. Im Erstrundenspiel gegen den 1. FC Nürnberg gelang den Havelsern mit einem 4:2 nach Elfmeterschießen eine Sensation. In der dritten Runde scheiterte man mit 0:4 am SC 08 Bamberg. In der Oberliga erreichte der TSV durch das bessere Torverhältnis gegenüber dem 1. SC Norderstedt die Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga. Dort waren die Havelser gegen die Drittletzten der beiden Zweitligastaffeln, Fortuna Köln und TSV 1860 München, jedoch chancenlos.

Volker Finke

Zahlreiche Leistungsträger verließen daraufhin den Verein, der in der Saison 1992/93 unter Trainer Ronald Worm als Tabellenletzter abstieg. Im DFB-Pokal erreichte der TSV die zweite Runde, in der er auf den Karlsruher SC traf. Der KSC, für den damals die späteren Nationalspieler Jens Nowotny und Oliver Kahn aufliefen, gewann das Spiel mit 3:0. Als Tabellenvierter der Verbandsligasaison 1993/94 qualifizierten sich die Havelser für die Oberliga Niedersachsen/Bremen.

Die Mannschaft verpasste als Dritter mit zwei Punkten Rückstand auf den SV Atlas Delmenhorst nur knapp die Relegationsspiele zur Regionalliga Nord. Abgesehen von Platz 10 in der Saison 1996/97 waren die Havelser stets im oberen Tabellendrittel zu finden, ohne jedoch in die Nähe der Aufstiegsränge zu gelangen. Als der Abteilungsleiter Langrehr im Februar 2000 verstarb, geriet der Verein in Insolvenzgefahr.[1] In der folgenden Saison 2000/01 stürzte die Mannschaft auf Platz 15 ab. Da der Lüneburger SK und der SV Wilhelmshaven aus der Regionalliga abstiegen und der 1. SC Göttingen 05 den Aufstieg in die Regionalliga verpasste, bedeutete dies den Abstieg in die Niedersachsenliga West.

Der Versuch, mit Hilfe einer Sportmarketing GmbH den Wiederaufstieg zu erreichen, scheiterte. Die Mannschaft wurde in der Saison 2001/02 in die sechstklassige Landesliga Hannover durchgereicht. Durch den Verkauf von zwei Tennisplätzen konnte sich der Verein Ende 2004 entschulden. Ein Jahr später sorgte der TSV für Aufsehen, als er mit Hosenwerbung auflief, was nach den DFB-Statuten nicht erlaubt ist.[4] Sportlich schaffte der TSV als Vizemeister hinter dem SV Bockenem 2005 den Wiederaufstieg in die Niedersachsenliga.

Fünft- und Viertklassigkeit (2005 bis 2021)

Weitere Informationen Saison, Liga ...
SaisonLigaLevelPlatzTorePunkte
2005/06Niedersachsenliga WestV03.53:3653
2006/07Niedersachsenliga WestV04.66:3852
2007/08Niedersachsenliga WestV04.64:3652
2008/09Oberliga Niedersachsen-WestV03.69:4166
2009/10Oberliga Niedersachsen-WestV01.76:2368
2010/11Regionalliga NordIV15.45:6735
2011/12Regionalliga NordIV05.54:4651
2012/13Regionalliga NordIV02.61:2063
2013/14Regionalliga NordIV07.52:4754
2014/15Regionalliga NordIV04.49:3555
2015/16Regionalliga NordIV06.48:6047
2016/17Regionalliga NordIV06.44:3650
2017/18Regionalliga NordIV11.51:5945
2018/19Regionalliga NordIV11.40:5444
2019/20Regionalliga NordIV09.38:3832
2020/21Regionalliga Nord
(Gruppe Süd)
IV02.22:0620
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Nach dem Aufstieg etablierte sich der TSV schnell wieder im niedersächsischen Oberhaus. In der Saison 2005/06 verpasste die Mannschaft knapp den Durchmarsch in die Oberliga. Drei Punkte betrug der Rückstand auf Meister SV Ramlingen-Ehlershausen. Ein Jahr später qualifizierten sich die Havelser erneut für den DFB-Pokal, als die Mannschaft im Qualifikationsspiel die zwei Ligen höher spielende Reserve des VfL Wolfsburg mit 3:1 bezwingen konnte. Doch bereits die erste Runde auf Bundesebene bedeutete das Aus durch eine 0:3-Niederlage gegen den Zweitligisten TuS Koblenz.

André Breitenreiter

In der Saison 2009/10 sicherte sich die mit Ex-Profis wie Michael Habryka, Babacar N’Diaye und André Breitenreiter verstärkte Mannschaft die Meisterschaft der Oberliga Niedersachsen-West. Da sich aus den Oberligen Hamburg, Schleswig-Holstein und Bremen lediglich die zweite Mannschaft von Holstein Kiel um einen Platz in der Regionalliga beworben hatte, die aber aufgrund des Abstiegs der ersten Mannschaft in die Regionalliga nicht aufsteigen durfte, konnte der TSV Havelse automatisch in die Regionalliga Nord aufsteigen.

Die von Jürgen Stoffregen trainierte Mannschaft geriet früh in Abstiegsgefahr. Am 2. Januar 2011 wurde André Breitenreiter sein Nachfolger; er führte die Mannschaft auf Platz 15 in der Saison 2010/11, was den sportlichen Abstieg bedeutete. Als der DFB jedoch der TuS Koblenz doch noch die Regionalligalizenz erteilte und Sportfreunde Lotte nicht von der West- in die Nordgruppe ausweichen musste, wurde wieder ein Platz in der Nordgruppe frei, auf den der TSV nachrückte.[5] 2012 führte Breitenreiter sein Team auf Rang fünf sowie ins Finale des Niedersachsenpokals, in dem der SV Wilhelmshaven mit 2:1 besiegt wurde.[6]

Im DFB-Pokal 2012/13 schlugen die Havelser in der ersten Runde den 1. FC Nürnberg mit 3:2 nach Verlängerung. In der zweiten Runde bekamen sie den VfL Bochum zugelost und verloren zu Hause mit 1:3. In der Regionalligasaison 2012/13 sicherte sich der TSV die Vizemeisterschaft hinter Holstein Kiel. Trainer Breitenreiter gab am Saisonende seinen Wechsel zum Zweitligisten SC Paderborn bekannt. Sein Nachfolger Christian Benbennek wurde am 29. Mai 2013 offiziell vorgestellt. Trotz der Abgänge von Leistungsträgern wie Marc Vucinovic, Tom Christian Merkens oder Saliou Sané gelang es Benbennek, die Havelser Mannschaft ins obere Mittelfeld der Tabelle zu führen. Der TSV beendete die Saison 2013/14 auf dem 7. Tabellenplatz. Die folgende Saison 2014/15 schloss der TSV trotz eines neuerlichen personellen Umbruchs in der Sommerpause schließlich mit 55 Punkten ab, was den 4. Tabellenplatz bedeutete. Der TSV stellte mit 35 Gegentoren die beste Abwehr der Liga. Cheftrainer Christian Benbennek verließ den Verein zum Saisonende in Richtung Alemannia Aachen, der bisherige U19-Trainer Stefan Gehrke wurde am 21. Mai 2015 als Nachfolger präsentiert. Der Saisonstart verlief durchwachsen. Nach zwei hohen Auswärtsniederlagen gegen den VfL Wolfsburg II (1:6) und ETSV Weiche Flensburg (1:5) wurde Gehrke schließlich am 23. September 2015 von seinen Aufgaben entbunden. Er übernahm anschließend wieder die U19 des TSV in der A-Junioren-Bundesliga. Als Nachfolger wurde am 7. Oktober 2015 Alexander Kiene vom Ligakonkurrenten BSV Rehden präsentiert, der den TSV schließlich auf den 6. Tabellenplatz führte. Diesen Platz belegte das Team unter Kiene auch im folgenden Jahr. Auf eine Vertragsverlängerung mit Alexander Kiene konnte sich der Klub nicht verständigen, sodass ab der Saison 2017/18 Christian Benbennek die Mannschaft erneut übernahm. Die zweite Amtszeit Benbenneks gestaltete sich allerdings nicht so erfolgreich wie die erste. In der Saison 2017/18 belegte man den 11. Tabellenplatz. In der darauffolgenden Spielzeit geriet der TSV im Laufe des Herbstes immer mehr in Abstiegsgefahr. Am 26. November 2018 wurde die Trennung von Benbennek und dem TSV bekanntgegeben. Zum Jahresende 2018 hörte auch der langjährige Liga-Geschäftsführer Stefan Pralle beim TSV auf. Der ehemalige Havelser Stürmer Jan Zimmermann übernahm in einer Doppelrolle das Traineramt sowie die sportliche Leitung. Unter Zimmermann stabilisierte sich der TSV und konnte die Klasse halten. In der bedingt durch die Corona-Krise vorzeitig abgebrochenen Saison 2019/2020 belegte die von Zimmermann trainierte Mannschaft Platz 9 in der Abschlusstabelle. Zudem gelang es dem TSV, 2020 zum zweiten Mal nach 2012 den Niedersachsenpokal zu gewinnen, als der TSV gegen den BSV Rehden im Finale gewann. Dadurch gelang die Qualifikation für den DFB-Pokal. In der 1. Hauptrunde des DFB-Pokal 2020/21 wurde dem TSV der 1. FSV Mainz 05 zugelost. In der Saison 2020/21 erreichte man nach dem Saisonabbruch den 1. Platz der Gruppe Süd und wurde vom Präsidium des Norddeutschen Fußball-Verbands als Teilnehmer an der Aufstiegsspielen zur 3. Liga gegen den Vertreter der Regionalliga Bayern bestimmt.[7] In den beiden Aufstiegsspielen zur 3. Liga traf Havelse im Juni 2021 auf den 1. FC Schweinfurt 05 und stieg, nachdem beide Spiele mit 1:0 gewonnen wurden, in die dritthöchste deutsche Spielklasse auf.[8]

Gegenwart (seit 2021)

Weitere Informationen Saison, Liga ...
SaisonLigaLevelPlatzTorePunkteKader
2021/223. LigaIII19.28:7123Kader
2022/23Regionalliga NordIV06.54:4752
2023/24Regionalliga NordIV
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Nach dem Aufstieg in die 3. Liga zur Saison 2021/22 und der damit verbundenen Rückkehr in den Profifußball nach 30 Jahren verließ Jan Zimmermann den Verein und wechselte zum Zweitligisten Hannover 96. Sein Nachfolger wurde Rüdiger Ziehl. Da das Wilhelm-Langrehr-Stadion nicht drittligatauglich war, wurden die Heimspiele in der HDI-Arena in Hannover ausgetragen. Mit sieben Niederlagen in Folge zum Saisonbeginn stellte der TSV Havelse einen neuen Negativrekord auf und löste diesbezüglich den FC Carl Zeiss Jena ab, der in der Saison 2019/20 die ersten sechs Spiele verloren hatte.[9] Nach einem Unentschieden am 8. Spieltag gelang am 9. Spieltag der erste Saisonsieg.[10] Nach einem Unentschieden gegen den Halleschen FC am 34. Spieltag stand der Abstieg aus der 3. Liga fest.[11]

Da nach dem Abstieg kein Profitrainer mehr vorgesehen war, übernahm Philipp Gasde die Mannschaft zur Saison 2022/23 von Ziehl.[12] Zudem wurde der Spieler Florian Riedel zeitgleich Sportdirektor.[13] Nach einem Fehlstart wurde Gasde Ende September 2022 durch Samir Ferchichi, der bisher die A-Junioren (U19) trainiert hatte, ersetzt.[14]

Erfolge

Persönlichkeiten

Zusammenfassung
Kontext

Kader der Saison 2024/25

Stand: 7. November 2024[15][16]

Weitere Informationen Nr., Nat. ...
Nr.Nat.Spielergeborenbeim TSV seitletzter Verein
Tor
12DeutschlandTom Opitz13. Nov. 20032022eigene Jugend
35DeutschlandAlexander Dlugaiczyk2. Nov. 19962018HSC Hannover
40DeutschlandJonah Busse10. Sep. 20052024Arminia Bielefeld
Abwehr
03DeutschlandMarco Schleef15. Jan. 19992018Eintracht Braunschweig (Jugend)
04KosovoBesfort Kolgeci5. Jan. 19982022FC Teutonia 05 Ottensen
05DeutschlandDominic Minz7. März 19992022Sportfreunde Lotte
07TurkeiEmre Aytun26. Jan. 20002023VfV 06 Hildesheim
21DeutschlandIrichad Behrens28. Apr. 20042023eigene Jugend
26DeutschlandNiklas Tasky11. Feb. 19912019Fighting Knights (Lynn University)
39DeutschlandFlorian Riedel9. Apr. 19902021VfB Lübeck
Mittelfeld
06DeutschlandVladislav Cherny21. Juni 20032024Arminia Bielefeld
08DeutschlandMick Gudra1. Jan. 20012024TSV Steinbach Haiger
10DeutschlandJulius Düker4. Jan. 19962023Chennaiyin FC
13UngarnOlivér Schindler16. Okt. 19992024Berliner AK 07
17DeutschlandMaxim Safronov12. Juli 20012024Lupo Martini Wolfsburg
18DeutschlandSilas Steinwedel29. Apr. 20022023VfV 06 Hildesheim
24DeutschlandNoah Plume18. Aug. 19962024VfB Oldenburg
27DeutschlandRobin Dreesen1. Juli 20052024eigene Jugend
28DeutschlandJulian Rufidis6. Juli 20002019Hannover 96 II
29DeutschlandYassin Jemai4. Dez. 20052024eigene Jugend
31DeutschlandJannik Oltrogge24. Mai 199520221. FC Germania Egestorf/Langreder
34DeutschlandTim Dierßen15. Jan. 19962024KSV Hessen Kassel
Sturm
09DeutschlandLorenzo Paldino25. Sep. 19992024SV Ramlingen/Ehlershausen
11DeutschlandYannik Jaeschke20. Okt. 19932017TuS Erndtebrück
14DeutschlandMarko Ilic31. Mai 19992022HSC Hannover
16DeutschlandTorben Engelking28. Juni 199620191. FC Germania Egestorf/Langreder
37DeutschlandHasan Özdemir6. Jan. 20042024SV Eidinghausen-Werste
38DeutschlandAffam Ifeadigo13. Juli 19962024FC Teutonia 05 Ottensen
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Transfers der Saison 2022/23

Stand: 3. Juli 2022

Transfers der Saison 2024/25

Stand: 22. Juni 2024

Weitere Informationen Zugänge, Abgänge ...
Zugänge Abgänge
Sommer 2024
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Trainer- und Betreuerstab der Saison 2022/23

(Stand: 1. Februar 2023)[17]

Weitere Informationen Nat., Name ...
Nat. Name Funktion
Trainerstab
DeutschlandSamir FerchichiCheftrainer
DeutschlandBjörn BremermannCo-Trainer
DeutschlandJens JansenCo-Trainer
DeutschlandMarc WindhornTorwarttrainer
DeutschlandClaas BenkAthletiktrainer
Medizinische Abteilung
DeutschlandJoachim StutzerPhysiotherapeut
Nat. Name Funktion
Betreuer
DeutschlandDaniel RosenbuschTeammanager
DeutschlandKerstin SchneidereitTeammanagerin
DeutschlandJosef DikutzBetreuer
DeutschlandPeter JordanVideoanalyst
Sportliche Leitung
DeutschlandFlorian RiedelSportdirektor
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Kader der Zweitligasaison 1990/91

Die Zahlen in Klammern beziehen sich auf die Einsätze und Tore in der Saison 1990/91.[18]

Weitere Informationen Tor, Abwehr ...
Tor Abwehr Mittelfeld Angriff
Stefan Beneking(6/0)
Ralf Krause(2/0)
Holm Mauritz(33/0)
Karl Eggestein(36/0)
Stefan Gähle(10/0)
Willi Kronhardt(32/2)
Michael Köpper(16/0)
Joachim Trautmann(30/0)
Ulrich Wilke(22/2)
Andreas Zindler(31/0)
Nenad Banković(25/1)
Lars-Peter Beike(15/6)
Dieter Frommelt(17/0)
Joachim Gehrmann(34/2)
Gerald Knauer(5/0)
Andreas Müller(16/3)
Jürgen Prange(9/1)
Andjelko Urosević(13/0)
Thomas Vogel(22/2)
Berardino Capocchiano(35/14)
Christian Meier(4/0)
Dirk Spannuth(31/4)
Stefan Tiedgen(21/2)
Jens Todt(28/3)
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Ehemalige Spieler

Trainerhistorie

Weitere Informationen Amtszeit, Nat. ...
AmtszeitNat.Trainer
1975–1984DeutschlandHans Siemensmeyer
1984–1985DeutschlandGünter Blume
1985–1986DeutschlandGerd Behrens
1986–1990DeutschlandVolker Finke
1990–1991DeutschlandKarl-Heinz Mrosko
1991–1993DeutschlandJürgen Stoffregen
1992–1993DeutschlandRonald Worm
1993DeutschlandUwe Kliemann
AmtszeitNat.Trainer
1993–1995PolenRoman Wójcicki
1997–1998DeutschlandKarl Eggestein
1998–2000DeutschlandFrank Hartmann
2000–2001DeutschlandRonald Worm
2001–2004DeutschlandBernd Krajewski
2004–2010DeutschlandJürgen Stoffregen
2011–2013DeutschlandAndré Breitenreiter
AmtszeitNat.Trainer
2013–2015DeutschlandChristian Benbennek
2015DeutschlandStefan Gehrke
2015–2017DeutschlandAlexander Kiene
2017–2018DeutschlandChristian Benbennek
2018–2021DeutschlandJan Zimmermann
2021–2022DeutschlandRüdiger Ziehl
2022DeutschlandPhilipp Gasde
ab 2022DeutschlandSamir Ferchichi
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Umfeld

Zusammenfassung
Kontext

Spielstätten

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Im Wilhelm-Langrehr-Stadion beim DFB-Pokalspiel TSV Havelse – VfL Bochum

Seit 1933 nutzt der TSV Havelse das Wilhelm-Langrehr-Stadion als Heimspielstätte. Bis März 2000 hieß das Stadion TSV Kampfbahn an der Hannoverschen Straße, ehe die Umbenennung erfolgte. Namensgeber ist der langjährige Leiter der Fußballabteilung Wilhelm Langrehr, der einen Monat vor der Umbenennung verstarb. Das Stadion hat eine Kapazität von 3500 Plätzen, davon 350 überdachte Sitzplätze. Die höchste Zuschauerzahl im Wilhelm-Langrehr-Stadion wurde am 14. Juni 1990 erreicht, als beim Aufstiegsrundenspiel gegen den Wuppertaler SV 6000 Zuschauer gezählt wurden.

In der Zweitligasaison 1990/91 wich der Verein für einige Spiele in das Niedersachsenstadion in Hannover aus. Auch das Eilenriedestadion in Hannover wurde für Heimspiele genutzt. Die höchste Zuschauerzahl bei einem TSV-Heimspiel wurde am 14. September 1990 erreicht, als 28.000 Zuschauer das Derby gegen Hannover 96 im Niedersachsenstadion sahen.[19] Da das Wilhelm-Langrehr-Stadion nicht für die 3. Liga zugelassen war, spielte der TSV in der Saison 2021/22 wieder im Niedersachsenstadion (HDI-Arena).[20] Nach dem direkten Wiederabstieg kehrte man in das Wilhelm-Langrehr-Stadion zurück.

Zuschauerzahlen

Weitere Informationen Saison, Zuschauerschnitt ...
SaisonZuschauerschnitt
2005/06443
2006/07431
2007/08351
2008/09322
2009/10573
2010/11498
2011/12466
2012/13447
2013/14419
2014/15595
2015/16525
2016/17647
2017/18496
2018/19544
2019/20678
2020/21405
2021/221.151.0
2022/23438
2023/24
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Hymne und Spitzname

Die Vereinshymne des TSV Havelse wird zur Melodie des Shanty-Liedes Hamborger Veermaster mit verändertem Text gespielt. Der Refrain beginnt mit der Zeile So oder so, wir Havelser sind froh. Zudem wird im Lied häufig „An der Leine“ skandiert, womit der Fluss gemeint ist, der an Havelse vorbeifließt. Weiterhin wird mehrfach „bis zum letzten Viertelstündchen“ sportliches Durchhaltevermögen betont.[21] Die Havelser haben sich und ihren Fans den Spitznamen die Schlawiner gegeben. Der Name ist angelehnt an eine gleichnamige Brötchensorte der Großbäckerei Langrehr, die Hauptsponsor des TSV Havelse ist.[21]

Weitere Fußballmannschaften

Zusammenfassung
Kontext

Zweite und Dritte Mannschaft

Die zweite Herrenmannschaft des TSV Havelse hatte Mitte der 1990er Jahre ihre erfolgreichste Zeit. 1992 gelang der Aufstieg in die Bezirksoberliga Hannover, die 1994 in Landesliga Hannover umbenannt wurde. Nach dem Abstieg 1996 ging es in Zweijahresschritten hinab in die Kreisliga. Da zur Saison 2002/03 keine Zweite Mannschaft gemeldet wurde, musste die neue im Jahr 2003 in der 4. Kreisklasse von vorne beginnen. Nach mehreren Aufstiegen spielte die Zweite Mannschaft des TSV Havelse ab 2009 in der Bezirksliga Hannover 2. Zur Saison 2012/13 wurde auch eine Dritte Mannschaft gemeldet, die in der 4. Kreisklasse Hannover-Land, Gruppe 5 antritt.

Jugendmannschaften

Die männliche A-Jugend nahm 1984 an der deutschen Meisterschaft teil und schied im Viertelfinale gegen Concordia Hamburg aus. Vier Jahre später erreichte die B-Jugend die Endrunde um die deutsche Meisterschaft, wo bereits in der ersten Runde das Aus gegen Bayer 04 Leverkusen erfolgte. Die C-Junioren des TSV Havelse gewannen 2011 den DFB-Futsal-Cup durch einen 2:0-Sieg über den Karlsruher SC. Die A-Junioren erreichten in der Saison 2014/15 das Finale des Niedersachsenpokals und unterlagen dort dem Bundesliga-Nachwuchs von Hannover 96 knapp mit 0:1. Dieser Mannschaft gelang in derselben Saison die Meisterschaft in der A-Jugend-Regionalliga Nord und damit der Aufstieg in die U-19-Bundesliga. Dort wurde man Letzter und stieg direkt wieder ab. 2016/17 scheiterten die Havelser nach der Vizemeisterschaft in den Aufstiegsspielen gegen den Vertreter der Regionalliga Nordost, Chemnitzer FC. In der darauffolgenden Spielzeit 2017/18 wurde der TSV vorzeitig Meister und stand somit vorzeitig als Aufsteiger in die A-Junioren-Bundesliga fest.

Frauenfußball

Der TSV Havelse besaß bis in das Jahr 2017 eine Abteilung für Frauenfußball. Die erste Frauenmannschaft schaffte im Jahre 2008 den Aufstieg in die drittklassige Regionalliga Nord und erreichte in der Saison 2012/13 mit der Vizemeisterschaft hinter der zweiten Mannschaft des VfL Wolfsburg die beste Platzierung. Im Jahre 2011 unterlag die Mannschaft im Finale des Niedersachsenpokals der TSG Burg Gretesch mit 1:3. Die zweite Mannschaft trat in der Landesliga an. Nach der Saison 2016/17 zog der TSV Havelse seine Frauenmannschaft aus finanziellen Gründen zurück. Die Spielerinnen wechselten geschlossen zum TSV Limmer.[22]

Mit Tuğba Tekkal vom Hamburger SV und 1. FC Köln und Jugendnationalspielerin Kristin Demann vom 1. FFC Turbine Potsdam brachte der TSV Havelse zwei spätere Bundesligaspielerinnen hervor. Beim TSV Havelse spielte außerdem Filiz Koç, eine ehemalige türkische Nationalspielerin, die auch als Schauspielerin und Model tätig ist.

Tennis

Der größte Erfolg der Tennisabteilung wurde 1994 erzielt, als die Herrenmannschaft die niedersächsische Hallenmeisterschaft gewann. Aktuell treten die erste Damenmannschaft in der Nordliga und die erste Herrenmannschaft in der Landesliga Niedersachsen an.

Einzelnachweise

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