Espenau

hessische Gemeinde im Landkreis Kassel Aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Espenaumap

Espenau ist eine Gemeinde im Landkreis Kassel in Nordhessen (Deutschland).

Schnelle Fakten Wappen, Deutschlandkarte ...
Wappen Deutschlandkarte
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Basisdaten
Koordinaten: 51° 24′ N,  28′ O
Bundesland:Hessen
Regierungsbezirk: Kassel
Landkreis: Kassel
Höhe: 261 m ü. NHN
Fläche: 13,6 km2
Einwohner: 5083 (31. Dez. 2023)[1]
Bevölkerungsdichte: 374 Einwohner je km2
Postleitzahl: 34314
Vorwahl: 05673
Kfz-Kennzeichen: KS, HOG, WOH
Gemeindeschlüssel: 06 6 33 007
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Im Ort 1
34314 Espenau
Website: www.espenau.de
Bürgermeister: Carsten Strzoda (fraktionslos)
Lage der Gemeinde Espenau im Landkreis Kassel
ThumbLiebenauHabichtswaldNaumburgNieste
Karte
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Geografie

Zusammenfassung
Kontext

Geografische Lage

Espenau liegt wenige Kilometer nördlich von Kassel bzw. direkt nördlich von Vellmar zwischen dem Habichtswald im Südwesten und dem Reinhardswald im Nordosten. Es befinden sich auf einer maximal 280 m hoch gelegenen Hochfläche die Ursprungsgebiete des westlichen Fulda-Zuflusses Espe (mittig zwischen Hohenkirchen und Möncheberg verlaufend) und des südlichen Diemel-Zuflusses Esse.

Die Ortsteile von Espenau liegen dicht beieinander, dennoch gibt es viel Freiraum im Gemeindegebiet. Am Nordrand von Hohenkirchen befindet sich eine Teichanlage mit dem Esse-Ursprung. Eine recht ausgedehnte Waldfläche mit dem Staufenberg und dem Forstgebiet „Brand“ und dem davor befindlichen Glockenteich schließt sich westlich der Gemeinde an, nördlich liegen weitläufige Wiesen und Felder.

Nachbargemeinden

Espenau grenzt im Norden an die Stadt Immenhausen, im Osten an die Gemeinde Fuldatal, im Süden an die Stadt Vellmar, im Südwesten an die Gemeinde Ahnatal, im Westen an die Gemeinde Calden sowie im Nordwesten an die Stadt Grebenstein (alle im Landkreis Kassel).

Gliederung

Offizielle Ortsteile von Espenau sind:

Die Siedlungen Schäferberg[2] und Auf der Heide sind keine offiziellen Ortsteile.[3][4]

Geschichte

Am 1. Dezember 1970 wurde die Gemeinde Espenau durch den freiwilligen Zusammenschluss der bisher selbständigen Gemeinden Hohenkirchen und Mönchehof neu gebildet.[5][6]

Politik

Zusammenfassung
Kontext

Gemeindevertretung

Die Kommunalwahl am 14. März 2021 lieferte folgendes Ergebnis,[7] in Vergleich gesetzt zu früheren Kommunalwahlen:[8][9][10]

Weitere Informationen Gemeindevertretung – Kommunalwahlen 2021 ...
Gemeindevertretung – Kommunalwahlen 2021
Stimmenanteil in %
Wahlbeteiligung 52,7 %
 %
50
40
30
20
10
0
40,5
(+1,9)
28,2
(−4,0)
18,2
(−0,7)
13,1
(+2,8)
20162021
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
d Grüne Liste Espenau
Sitzverteilung
    
Insgesamt 23 Sitze
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Weitere Informationen Parteien und Wählergemeinschaften ...
Parteien und Wählergemeinschaften %
2021
Sitze
2021
%
2016
Sitze
2016
%
2011
Sitze
2011
%
2006
Sitze
2006
%
2001
Sitze
2001
FWG Freie Wählergemeinschaft Espenau 40,5 9 38,6 9 20,5 5 20,0 5 15,4 3
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 28,2 7 32,2 8 41,9 10 40,5 9 46,4 11
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 18,2 4 18,9 4 23,1 5 28,2 6 29,0 7
GLE Grüne Liste Espenau 13,1 3 10,3 2 14,5 3 11,4 3 9,2 2
Gesamt 100,0 23 100,0 23 100,0 23 100,0 23 100,0 23
Wahlbeteiligung in % 52,7 54,1 53,8 52,8 61,8
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Bürgermeister

Nach der hessischen Kommunalverfassung wird der Bürgermeister für eine sechsjährige Amtszeit gewählt, seit dem Jahr 1993 in einer Direktwahl, und ist Vorsitzender des Gemeindevorstands, dem in der Gemeinde Espenau neben dem Bürgermeister ehrenamtlich ein Erster Beigeordneter und vier weitere Beigeordnete angehören.[11] Bürgermeister ist seit dem 1. Juni 2014 der parteiunabhängige Carsten Strzoda.[12] Er wurde als Nachfolger von Michael Wielert (SPD), der nach zwei Amtszeiten nicht wieder kandidiert hatte,[13] am 22. September 2013 im ersten Wahlgang bei 79,2 Prozent Wahlbeteiligung mit 73,6 Prozent der Stimmen gewählt. Es folgte eine Wiederwahl ohne Gegenkandidaten im März 2020.[14]

Amtszeiten der Bürgermeister[15]
  • 2014–2026 Carsten Strzoda[12]
  • 2002–2014 Michael Wielert (SPD)[13]
  • 1990–2002 Ehrhard Bunzenthal (SPD)[16]
  • 1978–1990(?) Wilfried Klaus[17]

Wappen

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Wappen von Espenau
Blasonierung: „Im von Rot und Silber gevierten Schilde ein ebenfalls, aber von Silber und Grün geviertes Espenblattkreuz.“[18]

Das Wappen wurde von dem Bad Nauheimer Heraldiker Heinz Ritt gestaltet und am 14. Januar 1976 durch das Hessische Ministerium des Innern genehmigt.

Flagge

Die Flagge wurde der Gemeinde am 12. April 1984 durch das Hessische Ministerium des Innern genehmigt und wird wie folgt beschrieben:

„Die Flagge der Gemeinde Espenau zeigt auf der von Rot, Weiß, Grün, Weiß und Rot im Verhältnis 2:3:1:3:2 längsgestreiften Flaggenbahn in der oberen Hälfte der Flagge zwischen den roten Außenstreifen das Wappen der Gemeinde.“[19]

Partnerschaft

Espenau pflegt partnerschaftliche Beziehungen zu Gangloffsömmern (Landkreis Sömmerda, Thüringen) und zum SOS-Kinderdorf Imst (Tirol).

Die Patenschaft zum Kinderdorf Imst ist von besonderer Bedeutung für die Gemeinde. Imst ist das erste Kinderdorf überhaupt, das von Hermann Gmeiner gegründet wurde. Die Patenschaft der Gemeinde Espenau war die erste Patenschaft, die eine Gemeinde zu einem Kinderdorf begründete. Diese Patenschaft wird von der Gemeinde durch gegenseitige Besuche der Bürger weiterhin sehr gepflegt.

Wirtschaft und Infrastruktur

Größtes Wirtschaftsunternehmen ist das Waldhotel Schäferberg Kassel, das eine wichtige touristische Bedeutung mit über 100 Hotelzimmern, 20 Tagungs- und Veranstaltungsräumen und über 100 Mitarbeitern hat. Neben dem Hotel- und Tagungsbetrieb hat die Gastronomie einen großen Bekanntheitsgrad. Viele der Mitarbeiter kommen aus der Region oder aus dem Ort selbst.

Seit Ende 2019 ist die Gemeinde Espenau an das Glasfasernetz der Deutschen Glasfaser angeschlossen.[20]

Verkehr

Bahn

Der Ortsteil Mönchehof hat einen Bahnhof an der Bahnstrecke Kassel–Warburg, die von Kassel durch Espenau und nach Warburg (mit Anbindung an das Ruhrgebiet) führt. Von dort ist die Kurve Kassel geplant, die Güterzügen eine Umfahrung von Kassel ermöglichen würde.

Bus

Espenau liegt im Verbundgebiet des NVV (Linie 47). Außerdem stellt die Gemeinde ihren Bürgern ein kostenloses Stadtbussystem (Linie 47.1) zur Verfügung. Statt um Fahrgeld wird um eine Spende für eine gemeinnützige Einrichtung gebeten.[21]

Der nahe Espenau gelegene Reinhardswald ist ein wichtiges Ausflugsziel der Region.

Persönlichkeiten

Literatur

in der Reihenfolge des Erscheinens

  • Karl Wilhelm Mogge: Hundertfünfzig Jahre Freie Bauernschaft Hohenkirchen. Ein Beitrag zur Ortschronik der Gemeinde Espenau. Selbstverlag, Espenau 1982.
  • Die Gewerbetreibenden und Handwerker in Espenau (Hrsg.): Espenau. Bräuning & Rudert, Espenau 1995 (Festschrift 850 Jahre Mönchehof und 25 Jahre Gemeinde Espenau, mit Geschichte der Ortsteile Mönchehof und Hohenkirchen).
  • Friederike Horn: Chronik der Volksschule Mönchehof 1878 bis 1943. Heimatmuseum Espenau. Espenau 2008.
  • Konrad und Georg Stüssel: Die Schule Hohenkirchen 1745–1974. Herausgegeben von Friederike Horn. Arbeitskreis Ortsgeschichte Espenau, Espenau 2010.
  • Franz Laaber: Flucht, Vertreibung und Integration. Geschichte der Espenauer Heimatvertriebenen. Arbeitskreis Ortsgeschichte Espenau, Espenau 2012, ISBN 978-3-00-037162-2.
  • Thilo Warneke: Zur Geschichte des Mönchshauses. Über die Keimzelle des heutigen Ortes Espenau-Mönchehof. In: Landkreis Kassel. Jahrbuch 2017, S. 86–87.
Commons: Espenau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Quellen

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