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Kreis Merseburg

Kreis in der DDR bzw. in Sachsen-Anhalt Aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Kreis Merseburg
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Der Kreis Merseburg war ein Landkreis im Bezirk Halle der DDR. Von 1990 bis 1994 bestand er als Landkreis Merseburg im Land Sachsen-Anhalt fort. Sein Gebiet liegt heute im Saalekreis in Sachsen-Anhalt. Der Sitz der Kreisverwaltung befand sich in Merseburg.

Kreis Merseburg[1]
Thumb
Bezirk der DDRHalle
KreisstadtMerseburg
Fläche473 km² (1989)
Einwohner118.495 (1989)
Bevölkerungsdichte251 Einwohner/km² (1989)
Kfz-KennzeichenK und V (1953–1990)
KO, KP, VO und VP (1974–1990)
MER (1991–1994)
ThumbBerlinHalle (Saale) und Halle Neustadt (ab 1967 eigener Stadtkreis)
Der Kreis Merseburg im Bezirk Halle
(anklickbare Karte)
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Geographie

Der Kreis Merseburg lag südlich von Halle (Saale) beiderseits der Saale. Er grenzte im Uhrzeigersinn im Norden beginnend an den Saalkreis, an den Stadtkreis Halle/Saale und an die Kreise Leipzig-Land, Weißenfels, Nebra und Querfurt.

Geschichte

Am 25. Juli 1952 kam es in der DDR zu einer umfangreichen Verwaltungsreform, bei der unter anderem die Länder der DDR ihre Bedeutung verloren und neue Bezirke eingerichtet wurden. Der damalige Landkreis Merseburg gab Gemeinden an den Saalkreis und an den Kreis Leipzig-Land ab. Aus dem verbleibenden Kreisgebiet wurde der neue Kreis Merseburg mit Sitz in Merseburg gebildet. Der Kreis wurde dem neugebildeten Bezirk Halle zugeordnet.[2]

Am 17. Mai 1990 wurde der Kreis in Landkreis Merseburg umbenannt.[3] Anlässlich der Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten wurde der Landkreis Merseburg im Oktober 1990 dem wiedergegründeten Land Sachsen-Anhalt zugesprochen. Bei der ersten Kreisreform in Sachsen-Anhalt ging er am 1. Juli 1994 im Landkreis Merseburg-Querfurt auf.[2]

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Einwohnerentwicklung

Kreis Merseburg[1]
Jahr 1960 1971 1981 1989
Einwohner 152.654 148.833 131.578 118.495

Städte und Gemeinden

Nach der Verwaltungsreform von 1952 gehörten dem Kreis Merseburg die folgenden Städte und Gemeinden an:[4]

  • Bad Dürrenberg, Stadt
  • Bad Lauchstädt, Stadt
  • Benndorf 1
  • Beuna
  • Braunsbedra
  • Burgliebenau
  • Delitz am Berge
  • Ermlitz
  • Frankleben
  • Friedensdorf
  • Geusa
1 
am 1. Januar 1960 zu Neumark
2 
am 1. Oktober 1965 zu Kötschlitz
3 
am 1. Januar 1962 zu Braunsbedra
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Wirtschaft

Wichtige Betriebe waren unter anderem:

Verkehr

Durch die Autobahn Berliner Ring–Hirschberg war der Kreis Merseburg in das Autobahnnetz der DDR eingebunden. Daneben dienten die F 91 von Halle (Saale) über Merseburg nach Zeitz und die F 181 von Merseburg nach Leipzig dem überregionalen Straßenverkehr.

Der Kreis war mit den Bahnstrecken Halle–Merseburg–Erfurt, Merseburg–Leipzig, Merseburg–Schafstädt, Merseburg–Halle-Nietleben und Merseburg–Querfurt in das Eisenbahnnetz der DDR eingebunden.

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Kfz-Kennzeichen

Die Kraftfahrzeuge (mit Ausnahme der Motorräder) und Anhänger erhielten von etwa 1974 bis Ende 1990 dreibuchstabige Unterscheidungszeichen, die mit den Buchstabenpaaren KO, KP, VO und VP begannen.[5] Die letzte für Motorräder genutzte Kennzeichenserie war VS 00-01 bis VS 99-99.[6]

Anfang 1991 erhielt der Landkreis das Unterscheidungszeichen MER. Es wurde bis zum 30. Juni 1994 ausgegeben. Seit dem 27. November 2012 ist es aufgrund der Kennzeichenliberalisierung im Saalekreis erhältlich.

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Einzelnachweise

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