Reichenbach (Liederbach)
Quellbach des Liederbachs Aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
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Der Reichenbach ist der knapp 5 km lange linke Quellbach des Liederbaches. Er ist wasserreicher als der rechte Quellbach Rombach und somit der hydrologische Hauptstrang im Bachsystem. Manche sehen ihn deshalb auch als einen Teilbereich (oder Nebennamen) des Liederbaches an. Im Stadtgebiet von Königstein wird er auch Woogbach genannt.
Reichenbach Unterlauf: Woogbach | ||
Der Reichenbach kurz vor dem Zusammenfluss mit dem Rombach zum Liederbach | ||
Daten | ||
Gewässerkennzahl | DE: 2492 | |
Lage | Taunus
| |
Flusssystem | Rhein | |
Abfluss über | Liederbach → Main → Rhein → Nordsee | |
Quelle | im Taunus, nördlich von Königstein 50° 12′ 57″ N, 8° 27′ 16″ O | |
Quellhöhe | ca. 658 m ü. NN [1] | |
Zusammenfluss | bei Königstein mit dem Rombach zum Liederbach 50° 10′ 57″ N, 8° 27′ 17″ O | |
Mündungshöhe | ca. 320 m ü. NN [2] | |
Höhenunterschied | ca. 338 m | |
Sohlgefälle | ca. 69 ‰ | |
Länge | 4,9 km[3] | |
Einzugsgebiet | 8,213 km²[3] | |
Abfluss[4] AEo: 8,213 km² an der Mündung |
MQ Mq |
99,8 l/s 12,2 l/(s km²) |
Das Quellgebiet des Reichenbaches befindet sich im Taunus im Neuwald, einem Waldgebiet nördlich von Königstein und südlich des Kleinen Feldberges. Der Bach wird aus drei Quellen gespeist, die sich in einer Trinkwasserschutzzone befinden. Das Bächlein fließt zunächst in südlicher Richtung. Nach der Unterquerung des Tillmannweges, welcher hier einen Bogen nach Osten schlägt, verläuft der Reichenbach parallel zu den Wanderpfaden Tillmannweg auf seiner rechten und Reichenbachweg auf der linken Seite.
Zwischen rechts dem Fuchstein (Höhe 650 m) und links dem Franzkopf (Höhe 602 m) fließend, erreicht der Reichenbach das Naturschutzgebiet Reichenbachtal. Südwestlich des kleinen Lips-Tempels wird das Bächlein durch den von links kommenden Treisbornbach verstärkt. Danach fließt der Bach rechts am Speckkopf (Höhe 526 m) vorbei und erreicht das Stadtgebiet von Königstein. An der Gemarkungsgrenze, zwischen Königstein und Falkenstein (einem Ortsteil von Königstein), zweigt sich der sog. Neue Mühlbach, welcher zur Versorgung der ehemaligen Unteren- und Oberen Mühle (in der Nähe des heutigen Mühlweges) diente, ab. Er ist eine künstlich angelegte Ableitung des Reichenbachs.
Etwas weiter südlich befindet sich eine zweite, ebenfalls von Menschenhand geschaffene Ableitung des Reichenbaches, der Höhenbach, der viele Jahrhunderte die Stadt Königstein mit Frischwasser versorgte. Der Farnbach, der seine Quelle im Bereich der südlich des Speckkopfes gelegenen Speckwiese, oberhalb von Königstein an der B8 hat, mündet im Kernstadtbereich von Königstein von rechts in den Reichenbach ein. Etwas südlich davon fließt der Höhenbach wieder in den Reichenbach zurück. Ab dort wird der Reichenbach als Woogbach bezeichnet.
Der Woogbach wendet sich, nachdem er die Theresen-Straße unterquert hat, nach Westen und passiert das Ursulinenkloster. Nördlich des Freiheitsfelsen durchfließt er, nun in südwestlicher Richtung verlaufend, in einer Parkanlage zwei kleine Weiher, um sich daraufhin auf einer Höhe von 320 m ü. NHN mit dem vom Nordwesten kommenden Rombach zum Liederbach zu vereinigen.
Der etwa 4,9 km lange Lauf des Reichenbachs endet ungefähr 338 Höhenmeter unterhalb seiner Quelle, er hat somit ein mittleres Sohlgefälle von etwa 69 ‰.
Das 8,213 km² große Einzugsgebiet des Reichenbachs liegt im Taunus und wird durch ihn über den Liederbach, den Main und den Rhein zur Nordsee entwässert.
Es grenzt
Der nördliche Teil des Einzugsgebiets ist bewaldet und im südlichen liegen Königstein und Falkenstein.
Die höchste Erhebung ist der Kleine Feldberg mit einer 825,2 m ü. NHN im Norden des Einzugsgebiets.
Das Reichenbachtal ist ein artenreiches Biotop mit Wiesen- (Feuchtwiesen, Hochstaudenfluren, mageren Mähwiesen) und Waldgebieten (Buchen, Eschen und Ahorn). Am Ufer des Reichenbaches befinden sich alte Erlenbestände. Im Reichenbachtal kommen u. a. folgende geschützte Tier- und Pflanzenarten vor:[6]
Das Naturschutzgebiet mit einer Größe von 21,4 Hektar wurde 1966 unter Schutz gestellt. Davon entfallen 14,0 ha auf die Gemarkung von Falkenstein und 7,4 ha auf die Gemarkung von Königstein.[8][9]
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