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Kreis Arnsberg

ehemaliger Kreis im Regierungsbezirk Arnsberg Aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

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Der Kreis Arnsberg war von 1817 bis 1974 ein Kreis im Regierungsbezirk Arnsberg. Mit jenem gehörte er zunächst zur preußischen Provinz Westfalen und ab 1946 zu Nordrhein-Westfalen. Von 1953 bis 1969 lautete seine Bezeichnung Landkreis Arnsberg. Kreisstadt war Arnsberg. 1975 ging der größte Teil seines Gebiets im Hochsauerlandkreis auf.

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Geographie

Lage

Der Kreis Arnsberg lag im Norden des Sauerlandes.

Nachbarkreise

Der Kreis Arnsberg grenzte 1974 im Uhrzeigersinn im Norden beginnend an die Kreise Soest, Lippstadt, Meschede, Olpe, Lüdenscheid und Iserlohn.

Geschichte

Zusammenfassung
Kontext

Der Kreis Arnsberg wurde 1817 im Regierungsbezirk Arnsberg der preußischen Provinz Westfalen aus dem Gebiet der alten Ämter Arnsberg, Eslohe, Meschede und Werl des ehemaligen Herzogtums Westfalen gebildet. Bereits 1819 wurde die Kreisgliederung im Sauerland grundlegend geändert. Das Gebiet um Eslohe und Meschede wurde dem neuen Kreis Eslohe zugeschlagen, während das Gebiet um Werl an den Kreis Soest und die Gemeinde Wickede an den Kreis Hamm fiel. Gleichzeitig kam eine Reihe von Gemeinden des Kreises Soest und des Kreises Iserlohn zum Kreis Arnsberg. 1832 wechselten die Orte der Kirchspiele Balve und Affeln aus dem Kreis Iserlohn sowie die Gemeinde Wildewiese aus dem Kreis Eslohe in den Kreis Arnsberg.[1]

Der Kreis war in den 1830er Jahren in die Bürgermeistereien Allendorf, Arnsberg, Balve, Hellefeld, Hüsten und Warstein sowie die Schultheißbezirke Hirschberg und Freienohl gegliedert.[2] Im Rahmen der Einführung der Landgemeinde-Ordnung für die Provinz Westfalen wurde der Kreis 1844 in die Ämter Allendorf, Balve, Freienohl, Hellefeld, Hüsten und Warstein sowie die beiden amtsfreien Städte Arnsberg und Neheim gegliedert.[3][4] Bereits 1845 wurde das Amt Hellefeld wieder aufgelöst und auf die Ämter Allendorf und Freienohl aufgeteilt.[5]

Zwischen 1845 und 1974 gab es folgende Änderungen in der Verwaltungsgliederung des Kreises:

Am 1. Oktober 1969 wurde aus dem Landkreis wieder der Kreis Arnsberg.[10]

Der Kreis wurde mit Wirkung vom 1. Januar 1975 aufgelöst und der größte Teil seines Gebiets mit dem der Kreise Meschede und Brilon zum Hochsauerlandkreis zusammengeschlossen. Die Stadt Balve wurde zusammen mit den Orten des ehemaligen Amtes Balve Teil des Märkischen Kreises. Die Stadt Warstein wurde mit den umliegenden Gemeinden vereinigt und dem Kreis Soest zugeschlagen.[11]

Einwohnerentwicklung

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Kreishaus Arnsberg 1902
Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
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Politik

Zusammenfassung
Kontext

Landräte

Oberkreisdirektoren

  • Theodor Bönninghaus (1946–1962)
  • Ernst Becker (1963–1973)
  • Günter Cronau (1973–1974)

Reichstagswahlen 1920–1933

Weitere Informationen Jahr, DNVP ...

Bundestagswahlen 1949–1965

Weitere Informationen Jahr, CDU ...

Kreistagswahlen ab 1946

In der Liste werden nur Parteien und Wählergemeinschaften aufgeführt, die mindestens zwei Prozent der Stimmen bei der jeweiligen Wahl erhalten haben.[13]

Stimmenanteile der Parteien in Prozent

Weitere Informationen Jahr, CDU ...

Fußnote

1 1952: zusätzlich: DP: 2,8 %

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Gemeinden

Amtsfreie Städte

  1. Arnsberg
  2. Neheim-Hüsten (bis 1941 nur Neheim)

Ämter und zugehörige Gemeinden

  1. Amt Balve
    1. Affeln, Freiheit
    2. Altenaffeln
    3. Asbeck
    4. Balve, Stadt
    5. Beckum
    6. Blintrop
    7. Eisborn
    8. Garbeck
    9. Küntrop
    10. Langenholthausen
    11. Mellen
    12. Volkringhausen
  2. Amt Freienohl
    1. Altenhellefeld
    2. Breitenbruch
    3. Freienohl, Freiheit
    4. Grevenstein
    5. Hellefeld
    6. Herblinghausen
    7. Linnepe
    8. Meinkenbracht
    9. Oeventrop (bis 1905 Dinschede)
    10. Rumbeck
    11. Uentrop
    12. Visbeck
    13. Westenfeld (seit 1952 im Amt Sundern)
  3. Amt Hüsten
    1. Bachum
    2. Bruchhausen
    3. Echthausen
    4. Enkhausen
    5. Estinghausen
    6. Hachen, Freiheit
    7. Herdringen
    8. Hövel
    9. Holzen
    10. Hüsten (bis 1941)
    11. Langscheid
    12. Müschede
    13. Niedereimer
    14. Stemel
    15. Voßwinkel
    16. Wennigloh
    17. Melschede, Gutsbezirk (1928 nach Hövel eingemeindet)
  4. Amt Sundern (bis 1906 Amt Allendorf)
    1. Allendorf
    2. Amecke
    3. Endorf
    4. Hagen
    5. Stockum
    6. Sundern, Stadt
    7. Westenfeld (bis 1952 im Amt Freienohl)
    8. Wildewiese
  5. Amt Warstein
    1. Allagen
    2. Belecke, Stadt
    3. Hirschberg, Stadt
    4. Mülheim
    5. Sichtigvor
    6. Waldhausen
    7. Warstein, Stadt
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Kfz-Kennzeichen

Am 1. Juli 1956 wurde dem damaligen Landkreis bei der Einführung der bis heute gültigen Kfz-Kennzeichen das Unterscheidungszeichen AR zugewiesen. Es wurde bis zum 31. Dezember 1974 ausgegeben.

Literatur

  • von Lilien: Statistik des Kreises Arnsberg. Arnsberg, 1875 Digitalisat
Commons: Kreis Arnsberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Michael Rademacher: Kreis Arnsberg. Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006. In: eirenicon.com.

Einzelnachweise

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