Drangstedt

Ortschaft in der Gemeinde Geestland in Niedersachsen, ehem. eigene Gemeinde Aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Drangstedt

Drangstedt (niederdeutsch Drangst) ist eine Ortschaft in der Stadt Geestland im niedersächsischen Landkreis Cuxhaven.

Schnelle Fakten
Drangstedt
Drangst (niederdeutsch)Vorlage:Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland/Wartung/Alternativname
Stadt Geestland
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Wappen von Drangstedt
Koordinaten: 53° 37′ N,  45′ O
Höhe: 12 m ü. NHN
Fläche: 17,02 km²[1]
Einwohner: 1571 (30. Juni 2017)[2]
Bevölkerungsdichte: 92 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 2015
Postleitzahl: 27624
Vorwahl: 04704
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Drangstedt (Niedersachsen)
Lage von Drangstedt in Niedersachsen
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Drangstedt in der Stadt Geestland
Drangstedt in der Stadt Geestland
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Bahnhof Drangstedt (2015)
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Großsteingrab Drangstedt (2015)
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Waldkrankenhaus Drangstedt

Geografie

Lage

Drangstedt liegt im Elbe-Weser-Dreieck zwischen den Städten Bremerhaven, Cuxhaven und Bremervörde. Zum Ort gehört eine Waldfläche von 6,34 km²; Anziehungspunkt für Naherholungssuchende.

Nachbarorte

Hymendorf00Flögeln Bad Bederkesa – Ortsteil Fickmühlen
Debstedt Thumb Bad Bederkesa
Wehden
(Einheitsgemeinde Schiffdorf)
Elmlohe Kührstedt – Ortsteil Alfstedt

Kührstedt

(Quelle:[3])

Geschichte

Zusammenfassung
Kontext

Ort und Name Drang-Stede entstand um 500 v. Chr. bis 300 v. Chr. und soll auf eine frühere Viehtränke zurückzuführen sein. Orte auf der Geest erhielten Namen mit der Endung -stedt. Urkundlich erwähnt wurde Drangstedt erstmals 1312. In der Gemarkung leben nachweislich schon seit mehr als 6000 Jahren Menschen. Die Hünenbetten von Drangstedt liegen im Knüppelholz zwischen der L 120 (Hafenstraße) und der Bahnlinie. In der Umgebung sind noch etwa 100 Hügelgräber vorhanden, die mindestens 4000 Jahre und älter sind. Im Laufe der Zeit wurden jedoch alle geöffnet und geplündert.

Waldlazarett

Im Zweiten Weltkrieg wurde 1942 in dem Waldgebiet Knüppelholz ein Waldlazarett in Barackenbauweise errichtet, in dem bis 1958 Soldaten behandelt wurden. Danach zog ein Altersheim ein. Von 1967 bis 1983 existierten hier Truppenunterkünfte der U.S. Army und anschließend der Bundeswehr.[4] Das Areal konnte vom Bahnhof Langen aus mit der Buslinie D der Verkehrsgesellschaft Bremerhaven AG (VGB) erreicht werden.[5] Später wurde die gesamte Anlage planiert; eine Barackenruine ist erhalten (2019).

Eingemeindungen

Die Samtgemeinde Bederkesa entstand 1971 und umfasste mit Drangstedt acht Gemeinden.

Zum 1. Januar 2015 bildete Drangstedt mit den übrigen Gemeinden der Samtgemeinde Bederkesa und der Stadt Langen die neue Stadt Geestland.[6]

Einwohnerentwicklung

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
JahrEinwohnerQuelle
1910423[7]
1925531[8]
1933586
1939610
195014550[9]
195612010
197310340[10]
19751655 ¹[11]
19802536 ¹[12]
JahrEinwohnerQuelle
19852364 ¹[12]
19901320 ¹
19951316 ¹
20001474 ¹
20051486 ¹
20101462 ¹
20141469 ¹
201715710[2]
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¹ jeweils zum 31. Dezember

Politik

Ortsrat

Der Ortsrat von Drangstedt setzt sich aus sieben Ratsmitgliedern zusammen, durch eine Kommunalwahl für jeweils fünf Jahre gewählt. Die aktuelle Amtszeit begann am 1. November 2021 und endet am 31. Oktober 2026. Aus den Ergebnissen der vergangenen Ortsratswahlen ergaben sich folgende Sitzverteilungen:

Weitere Informationen Wahljahr, CDU ...
Wahljahr CDU SPD parteilos Gesamt
2021 4 3 7 Sitze
2016 5 1 1 7 Sitze
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Ortsbürgermeister

Der Ortsbürgermeister von Drangstedt ist Rafael Platek (CDU). Seine Stellvertreterin ist Wiebke Nieuwkoop (CDU).[13]

Wappen

Der Entwurf des Kommunalwappens von Drangstedt stammt von dem Heraldiker und Wappenmaler Gustav Völker, der im Landkreis Cuxhaven an die 25 Wappen entworfen hat.[14]

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Wappen von Drangstedt
Blasonierung: „In Silber zwei schwebende, bewurzelte grüne Tannen über einem grünen Hügel, belegt mit einem goldenen, silber-gehörnten Ochsenkopf; der Hügel über einem silbernen Schildfuß.“[14]
Wappenbegründung: Die Tannen sind Sinnbilder des Drangstedter Forstes. Der Hügel erinnert an die Steingräber und der Ochsenkopf über dem silbernen Schildfuß weist auf die Deutung des Ortsnamens als Viehtränke hin.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Baudenkmale

Regelmäßige Veranstaltungen

  • Karsamstag: Osterfeuer
  • Pfingsten: Maibaumaufstellen
  • Juli: Sportwoche

Wirtschaft, Verkehr, Infrastruktur

Der Ort war rein landwirtschaftlich geprägt. Nach dem Bau der Eisenbahn (1896) von Bremerhaven nach Bad Bederkesa bauten hier Geschäftsleute und Kapitäne aus Bremerhaven Wohnhäuser.

Die Bahnlinie wurde 1968 für den Personenverkehr stillgelegt, zwischenzeitlich aber von der Museumsbahn Bremerhaven–Bederkesa wieder befahren. Die VBN-Buslinie 525 führt durch den Ort. Des Weiteren verkehrt regelmäßig ein Anruf-Sammel-Taxi.

Über die Anschlussstelle Debstedt ist der Ort ans Autobahnnetz angebunden.

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter des Ortes

Literatur

  • Helmut Wöhlke und sein Team: Drangstedt – 700 Jahre – Veränderung eines Dorfbildes, Chronik zum 700 jährigen Bestehen des Ortes, 2012.
  • Fritz Hörmann, Ude Meyer, Christian Morisse, Eberhard Nehring, Irmgard Seghorn, Egon Stuve, Else Syassen: Flurnamensammlung Wesermünde – Die Flurnamen des Grundsteuerkatasters von 1876. Hrsg.: Kulturstiftung der Kreissparkasse Wesermünde (= Neue Reihe der Sonderveröffentlichungen der Männer vom Morgenstern, Heimatbund an Elb- und Wesermündung e. V. Band 27). Männer vom Morgenstern Verlag, Bremerhaven 1995, ISBN 3-931771-27-X, S. 7 ([Digitalisat (Memento vom 26. Oktober 2007 im Internet Archive) ] [PDF; 431 kB]).
Commons: Drangstedt – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

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