Palaeacanthocephala

Klasse im Stamm Kratzwürmer (Acanthocephala) Aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Palaeacanthocephala

Die Palaeacanthocephala sind eine Klasse der Kratzwürmer mit obligatorischen Wirtswechsel, die als ausgewachsene Darmparasiten bei verschiedenen Wirbeltiergruppen wie Fischen, Amphibien, Vögeln und Säugetieren parasitieren und im Regelfall aquatische Lebenszyklen besitzen. Es handelt sich um kleine bis mittelgroße Arten mit Körperlängen von durchschnittlich wenigen Zentimetern.

Schnelle Fakten Systematik, Wissenschaftlicher Name ...
Palaeacanthocephala

Pomphorhynchus im Rektum eines Blaufisches (Pomatomus saltatrix)

Systematik
ohne Rang: Vielzellige Tiere (Metazoa)
ohne Rang: Bilateria
ohne Rang: Urmünder (Protostomia)
Stamm: Rädertierchen (Rotatoria)
ohne Rang: Kratzwürmer (Acanthocephala)
Klasse: Palaeacanthocephala
Wissenschaftlicher Name
Palaeacanthocephala
Meyer, 1931
Ordnungen
  • Echinorhynchida
  • Polymorphida
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Merkmale

Als anatomische Besonderheiten liegen die Hauptkanäle des Lakunensystems bei den Palaeacanthocephala seitlich am Körper und nicht wie bei den Archiacanthocephala dorsal und ventral. Protonephridien sind nicht vorhanden.

Die Männchen besitzen zwei bis acht Zementdrüsen und nur wenige Zellkerne im syncitialen Ligament. Bei den Weibchen ist nur ein Ligamentsack vorhanden, der aus einer Verschmelzung der ursprünglich zwei Säcke hervorging. Mit der Geschlechtsreife lösen sich die Wände des Sackes auf und die Eier werden in die Leibeshöhle gegeben, wo sie frei flottieren.

Lebensweise

Die Palaeacanthocephala besitzen meistens einen aquatischen Lebenszyklus. Die Endwirte sind vor allem Fische, aber auch Amphibien, Wasservögel oder Robben kommen als Wirte in Frage. Als Zwischenwirte nutzen die Tiere vor allem Kleinkrebse wie verschiedene Flohkrebse oder Wasserasseln.

Systematik

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Corynosoma wegeneri

Im Folgenden werden die Ordnungen und Familien der Palaeacanthocephala, sowie einige Ausgewählte Gattungen gelistet:[1]

Belege

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