Leśnice
Siedlung in Polen Aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Leśnice (deutsch Lischnitz) ist ein Dorf in der polnischen Woiwodschaft Pommern. Es gehört zur Gemeinde Nowa Wieś Lęborska (Neuendorf) im Powiat Lęborski (Powiat Lauenburg in Pommern).
Leśnice | ||
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? | ||
Basisdaten | ||
Staat: | Polen | |
Woiwodschaft: | Pommern | |
Powiat: | Lębork | |
Gmina: | Nowa Wieś Lęborska | |
Geographische Lage: | 54° 31′ N, 17° 40′ O | |
Einwohner: | 600 (31. März 2011[1]) | |
Postleitzahl: | 84-342 | |
Telefonvorwahl: | (+48) 59 | |
Kfz-Kennzeichen: | GLE | |
Wirtschaft und Verkehr | ||
Nächster int. Flughafen: | Danzig |
Geographische Lage
Die Ortschaft liegt in Hinterpommern, etwa acht Kilometer südwestlich von Lauenburg in Pommern.
Geschichte
Zusammenfassung
Kontext

Am Ende des 18. Jahrhunderts befand sich das Gut Lischnitz im Besitz von Ernst Carl Ludwig von Weiher,[2][3] um 1836 besaß es Hermann von Weiher.[4]
Das Gut Lischnitz war Sitz des Amtsbezirks Lischnitz, zu dem außer dem Gutsbezirk Lischnitz noch der Gutsbezirk Chotzlow und der Gutsbezirk Vitröse gehörten.[5]
Am 1. April 1927 hatte das Gut Lischnitz eine Flächengröße von 1207 Hektar, und am 16. Juni 1925 hatte der Gutsbezirk 585 Einwohner.[6] Am 30. September 1928 wurde der Gutsbezirk Lischnitz in eine Landgemeinde gleichen Namens umgewandelt.[7]
Anfang der 1930er Jahre hatte die Landgemeinde Lischnitz eine Flächengröße von 12 km². Innerhalb der Gemeindegrenzen standen insgesamt 45 bewohnte Wohnhäuser an zehn verschiedenen Wohnstätten:[8]
- Bethlehem
- Glasfabrik Lischnitz
- Haltestelle Lischnitz
- Jerusalem
- Lischnitz
- Ober Lischnitz
- Rieselkaten
- Sandkrug
- Schule
- Ziegelei
Die Gemeinde Lischnitz lag 1945 im Landkreis Lauenburg i. Pom. im Regierungsbezirk Köslin der preußischen Provinz Pommern des Deutschen Reichs.
Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs besetzte im Frühjahr 1945 die Rote Armee die Region. Bald darauf wurde Lischnitz zusammen mit ganz Hinterpommern von der Sowjetunion der Volksrepublik Polen zur Verwaltung überlassen. Anschließend begann im Dorf die Zuwanderung polnischer Zivilisten, von denen die einheimischen Dorfbewohner aus ihren Häusern und Wohnungen gedrängt wurden. Lischnitz wurde unter dem polonisierten Ortsnamen Leśnice verwaltet. In der darauf folgenden Zeit wurden die Alteinwohner des Dorfs aus Lischnitz vertrieben.
Das heutige Dorf gehört zur Gmina Nowa Wieś Lęborska im Powiat Lęborski in der Woiwodschaft Pommern (1975–1998 Woiwodschaft Słupsk).
Demographie
Siehe auch
Literatur
- Lischnitz, Rittergut, Kreis Lauenburg Pomm., Provinz Pommern. In: Meyers Gazetteer, mit Eintrag aus Meyers Orts- und Verkehrslexikon, Ausgabe 1912, sowie einer historischen Landkarte der Umgebung von Lischnitz (meyersgaz.org)
- Chotzlow, Rittergut, Kreis Lauenburg Pomm., Provinz Pommern. In: Meyers Gazetteer, mit Eintrag aus Meyers Orts- und Verkehrslexikon, Ausgabe 1912, sowie einer historischen Landkarte der Umgebung von Chotzlow (meyersgaz.org)
- Dzechlin, Gut, siehe Lischnitz, Kreis Lauenburg Pomm., Provinz Pommern. In: Meyers Gazetteer, mit Eintrag aus Meyers Orts- und Verkehrslexikon, Ausgabe 1912, sowie einer historischen Landkarte der Umgebung von Dzechlin (meyersgaz.org)
- Pommersches Güter-Adressbuch, Friedrich Nagel (Paul Niekammer), Stettin 1892, S. 116–117 (Google Books).
- P. Ellerholz: Handbuch des Grundbesitzes im Deutschen Reiche, Band 2: Provinz Pommern, 2. Auflage, Nicolai (Stricker), Berlin 1884, S. 42–43 (Google Books).
- Ludwig Wilhelm Brüggemann Ausfuͤhrliche Beschreibung des gegenwärtigen Zustandes des Königl. Preußischen Herzogthums Vor- und Hinter-Pommern. Teil II, Band 2: Beschreibung der zu dem Gerichtsbezirk der Königl. Landescollegien in Cößlin gehörigen Hinterpommerschen Kreise. Stettin 1784, S. 1074, Absatz (46) (Google Books).
- Franz Schultz: Geschichte des Kreises Lauenburg in Pommern. Lauenburg i. Pom. 1912, S. 388–389 und S. 347–348.
Weblinks
Commons: Leśnice (powiat lęborski) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
- Amtsbezirk Lischnitz (Territorial.de).
- Die Gemeinde Lischnitz im ehemaligen Kreis Lauenburg in Pommern (Gunthard Stübs und Pommersche Forschungsgemeinschaft, 2011)
Fußnoten
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