Hybrid Fiber Coax

Kabelnetz ab Bordsteinkante, davor Glasfaser Aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Hybrid Fiber Coax

Hybrid Fiber Coax (HFC) ist ein Breitband-Telekommunikationsnetz, das Glasfaser und TV-Kabelnetz (Koaxialkabel) kombiniert. Dabei werden Glasfaserstrecken zur regionalen Verteilung der Signale verwendet, also von der Kopfstation zum Kabelverzweiger an der Bordsteinkante nahe der Haushalte (FTTC, Fibre to the Curb). Dort werden die optischen Signale in elektrische gewandelt, die dann über Koaxialkabel (TV-Kabel) in die Häuser geführt werden, z. B. über DOCSIS.[1][2] Die Glasfaser bieten genügend Bandbreite, um von einem Koaxialkabel mehrere Häuser mit insgesamt 500–2.000 Wohnungen versorgen zu lassen. Die großen deutschen Kabelanbieter stellen seit etwa 2020 trotz geteilter Leitung (shared medium) bis zu 1 Gbit/s zur Verfügung.

Thumb
Schema einer HFC-Verteilung

HFC-Netze wurden seit den frühen 1990er-Jahren für Kabelfernsehen verwendet, heute laufen darüber Kabelinternet und Telefon (Voice over Cable).[3]

Die Technik wurde von der SCTE (Society of Cable Telecommunications Engineers) standardisiert. Die Standards sind urheberrechtlich geschützt, können aber von der Webseite der SCTE zur ausschließlich persönlichen Verwendung abgerufen werden.[4] Die in verschiedenen Ländern installierten HFC-Netze verwenden diese Standards aber in der Regel nicht.

Literatur

  • Roger L. Freeman: Fundamentals of Telecommunications. 2. Auflage, John Wiley & Sons Inc., Hoboken 2005, ISBN 0-471-71045-8.
  • Jeff Hecht: Understanding Fiber Optics. 5. Auflage, Laser Light Press, Auburndale 2015, ISBN 1-511-44565-3.
  • Andres Keller: Breitbandkabel und Zugangsnetze. Technische Grundlagen und Standards. Springer-Verlag, Berlin/Heidelberg 2011, ISBN 978-3-642-17631-9.

Einzelnachweise

Wikiwand - on

Seamless Wikipedia browsing. On steroids.