Johanna Westerdijk (* 4. Januar 1883 in Nieuwer-Amstel; † 15. November 1961 in Baarn) war eine niederländische Botanikerin und Professorin für Phytopathologie an der Universität Utrecht. Ihr botanisches Kürzel lautet „Westerd.“.[1]

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Johanna Westerdijk

Leben

Johanna Westerdijk wurde als Tochter von Bernard Westerdijk und Aleida Catharina Scheffer geboren. Sie studierte in Amsterdam bei Hugo de Vries, wo sie 1904 ihr Studium der Botanik und Zoologie abschloss. Im Anschluss forschte sie in München bei dem Botaniker Karl Ritter von Goebel über Lebermoose und promovierte 1906 in Zürich bei Hans Schinz mit der Schrift Zur Regeneration der Laubmoose.

Im Alter von 23 Jahren wurde sie als Nachfolgerin von Jan Ritzema Bos 1906 Direktorin des Phytopathologischen Labors Willie Commelin Scholten und hatte diese Position bis 1952 inne. Ab 1913 unternahm Westerdijk Studienreisen nach Niederländisch-Indien, Japan, in die USA, nach Portugal und nach Südafrika. 1917 wurde sie zur außerordentlichen Professorin für Phytopathologie an der Universität Utrecht ernannt und wurde damit die erste Professorin in den Niederlanden. 1930 wurde sie auch außerordentliche Professorin für Phytopathologie an der Universität von Amsterdam.

Westerdijk hat viel über die Ulmenkrankheit geforscht. Sie zeigte, dass der Pilz Ceratocystis ulmi den Tod der Ulme verursachte.

Ehrungen und Mitgliedschaften

Schriften (Auswahl)

  • Zur Regeneration der Laubmoose, 1906
  • Die nieuwe wegen van het phytopathologisch onderzoek, 1917
  • Relations between horticulture and plantpathology, 1923

Literatur

  • European Commission: Women in science, Luxemburg, 2009 S. 122 ff. Online
  • Patricia Faasse: Een beetje opstandigheid. Johanna Westerdijk. De eerste vrouwelijke hoogleraar van Nederland, Atlas Contact, 2012.
  • Johanna Westerdijk, 1883–1961. In: Klaas van Berkel, Albert van Helden, Lodewijk Palm (Hrsg.): A History of Science in The Netherlands. Survey, Themes and Reference. Brill, Leiden, Boston, Köln 1999, ISBN 978-90-04-10006-0, S. 603–605 (knaw.nl [PDF]).

Einzelnachweise

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